Staugefahr : Bauarbeiten starten am Paulsdamm

Noch ist es ruhig am Paulsdamm: Doch am Montag gehen hier die Bauarbeiten los. Saniert wird  die  Straßendecke der B 104.
Noch ist es ruhig am Paulsdamm: Doch am Montag gehen hier die Bauarbeiten los. Saniert wird die Straßendecke der B 104.

Kraftfahrer müssen sich ab Montag auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen: Fahrbahndecke der B 104 wird bis Rampe saniert

svz.de von
11. Juli 2014, 08:00 Uhr

Am Montag beginnen auf der B 104 am Schweriner Paulsdamm umfangreiche Straßenbauarbeiten. Sie dauern bis zum 25. Juli. Das Ziel ist ehrgeizig: In nur zwölf Tagen Bauzeit soll zwischen Schwerin und Rampe die Fahrbahnoberfläche auf einer Länge von sechs Kilometern erneuert werden.

In der ersten Bauwoche kommt es zu massiven Verkehrsbehinderungen, denn der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt, informiert das Straßenbauamt Schwerin. Am Wochenende 19. und 20. Juli ist eine Vollsperrung notwendig. Für die zweite Bauwoche sind abschnittsweise halbseitige Sperrungen vorgesehen. Auch hier muss mit Behinderungen gerechnet werden. Ab dem 26. Juli soll der Verkehr dann aber wieder ungehindert rollen, so das Straßenbauamt.

Für einen zügigen Arbeitsablauf setzt die beauftragte Baufirma Eurovia Verkehrsbau Union (VBU) in der ersten Woche mehrere Großfräsen ein, die die Fahrbahn abfräsen. Dazu werden mehrere wandernde Baustellen von bis zu 800 Metern Länge eingerichtet. Der Verkehr wird einspurig am Baugeschehen vorbeigeführt.

Ein weiterer, halbseitig eingerichteter Bauabschnitt befindet sich am Ortseingang Schwerin-Schelfwerder. Hier wird auf 20 Meter Länge neben der Fahrbahnoberfläche auch eine tiefer gehende Schadstelle beseitigt. In Höhe des Stangengrabens soll zudem auf einer Länge von 1,2 Kilometern der rechte, schadhafte Fahrbahnrand in Richtung Rampe gesondert saniert werden. Das Straßenbauamt weist darauf hin, dass die Verkehrsführung hier deshalb besonders beengt ist.

Mehrere mobile Ampelanlagen regeln abschnittsweise den Verkehr. Die Umleitung während der Vollsperrung am 19. und 20. Juli erfolgt großräumig von Rampe über Leezen und Raben Steinfeld nach Schwerin. Der überörtliche Verkehr in der Gegenrichtung wird über die Ortsumgehung in Richtung Raben Steinfeld geleitet. Das Straßenbauamt rät, insbesondere in der ersten Bauwoche wegen Staugefahr den Bereich auch während der halbseitigen Sperrungen möglichst zu umfahren.

Wickendorf ist von der Bundesstraße B 104 während der halbseitigen Verkehrsführung eingeschränkt erreichbar. Während der Vollsperrung wird für den Ortsteil eine eigene Umleitung ausgeschildert. Besucher des Hotels „Frankenhorst“ und der Gaststätte „Seewarte“ nutzen die Zufahrt über Wickendorf.

„Die Vollsperrung am Wochenende ist für den Einbau der oberen Asphalt-Deckschicht über die ganze Fahrbahnbreite notwendig. Diese ist mit zwei Tagen äußerst kurz. Wir kommen damit der starken Frequentierung des Paulsdamms als eine Hauptverbindungsstraße zwischen Schwerin und Güstrow entgegen“, informiert Dietmar Gressmann vom Straßenbauamt Schwerin. „Pünktlich zum Berufsverkehr am Montag wird die Straße wieder eingeschränkt befahrbar sein.“ Er bittet zugleich alle Kraftfahrzeugführer während der halbseitigen Bauarbeiten um besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, um die Sicherheit der Bauarbeiter im Straßenraum nicht zu gefährden.

Radfahrer können den Paulsdamm durchgängig nutzen. Hier kommt es nur zu einzelnen örtlichen Behinderungen, wenn die vorhandenen Schadstellen im fahrbahnbegleitenden Rad- und Gehwegbereich ausgebessert werden.

Mit der kurzen Bauzeit von zwölf Tagen sind zwar massive Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden. Aber kürzere Bauabschnitte hätten eine Bauzeit von zehn bis zwölf Wochen zur Folge gehabt. Das ist für den Paulsdamm als stark frequentierte Straße nicht tragbar.

Mit dem Termin in den Sommerferien hoffen die Straßenbauverwaltung und das mit der Bauüberwachung beauftragte Ingenieurbüro Kirsch & Leirich zugleich auf eine geringere Verkehrsbelastung während des Berufsverkehrs. Alle Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für die kurzzeitigen, jedoch massiven Verkehrsbeeinträchtigungen gebeten.

Die Kosten der Sanierung übernimmt der Bund. Sie betragen 700 000 Euro.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen