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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 22:34 Uhr

Bauverzug : Bauarbeiten ohne Klagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erster Teil der Alexandrinenstraße fast fertig: Anwohner haben den Planern bislang keine Probleme gemeldet

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Die Alexandrinenstraße ist im ersten Bauabschnitt zwischen der Knaudt- und der Reutzstraße eine große Baustelle. Laut Bauplanung sollten die Arbeiten Ende Juli fertig gestellt sein. Doch es musste umgeplant werden. Der Tiefbau soll laut Lutz Nieke, Werkleiter des Eigenbetriebes Schweriner Abwasserentsorgung (SAE), nun Ende dieses Monats abgeschlossen werden. Beim „Heißen Draht“ unserer Redaktion hatten sich Anwohner über den Zeitverzug beklagt – vor allem über fehlende Parkplätze und Nichterreichbarkeit ihrer Häuser. Denn die Bauarbeiten sind bereits über die Reutzstraße hinaus fortgeschritten.

Die Klagen verwundern die Verantwortlichen von SAE und Stadt. Denn: „Bei Fragen und Hinweisen haben die Anlieger und Eigentümer die Möglichkeit, jeden Mittwoch um 9 Uhr bei den Bauberatungen alle Verantwortlichen zu treffen und Belange vorzutragen“, berichtet Planerin Christina Rutkowski von der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft (WAG). Darüber sei vor Baubeginn informiert worden. Das Echo war bislang allerdings dürftig: Laut Nieke haben bislang erst zwei Schweriner die direkte Möglichkeit zur Klärung von Problemen genutzt. Das Interesse in der Anwohnerversammlung sei seinerzeit ebenfalls sehr gering gewesen, erinnert sich Nieke.

Kleine Sorgen der Anlieger seien in Vor-Ort-Gesprächen geklärt worden, berichtet Christina Rutkowski. „Bisher konnte jedem Anlieger die Zufahrt auf sein Grundstück ermöglicht werden. Es hat diesbezüglich mehrere Anfragen gegeben, welche durch die Baustellenverantwortlichen vor Ort oder durch mich zeitnah beantwortet wurden.“ Die angebotenen Ausweichparkplätze, die die SAE am ehemaligen THW-Sitz am Packhof eingerichtet hat, würden dagegen so gut wie nicht genutzt.

Die Bauverzögerung hat planerische Gründe. SAE-Chef Nieke: „Mit der Vorstellung der Planungen im Stadthaus wurde klar, dass nicht die ganze Straßenbreite von der SAE für ihre Kanalsanierung geöffnet und beim Schließen nach heutigen Standards wieder hergestellt werden würde. Es wäre damit ein Straßenstreifen im alten Zustand von 1842 geblieben. Dies war nicht sinnvoll und unakzeptabel.“

Daher entschloss sich die Stadt, diesen Streifen durch die SAE mitsanieren zu lassen, so dass die ganze Straßenbreite der Alexandrinenstraße nach heutigen technischen Standards saniert werden kann.

Durch die Koppelung dieser beiden Maßnahmen blieb der Aufwand für das Amt für Verkehrsmanagement gering. Zudem wird es zu einer Verbesserung der Lärm-, Entwässerungs- und Erschütterungssituation kommen. Für die Neuplanung war aber die Zustimmung der Politik nötig, die es auch gab – was aber Zeit kostete. So hat die SAE erst zwei Wochen später als geplant mit den Arbeiten begonnen. Sie wird voraussichtlich bis Ende dieses Monats die Tief- und Rohrbauarbeiten im Abschnitt Knaudt- bis Reutzstraße abschließen.

Da die Sanierung der kleinen Aubachbrücke planmäßig Mitte vergangenen Monats begonnen hat, können die Oberflächen-Arbeiten jetzt erst Ende September ausgeführt werden. „Die Straße in diesem Abschnitt ist bis dahin provisorisch befestigt und für Rettungsdienst und Anlieger befahrbar“, erklärt WAG-Planerin Rutkowski. Die Kanalarbeiten werden parallel hierzu in Richtung Zum Bahnhof weitergeführt. „Auch hier werden zusätzliche Leistungen wie Straßenentwässerung und Straßenbau ausgeführt. Deshalb werden wir auch hierfür mehr Zeit benötigen als geplant“, so Rutkowski.

Der Baustellenbereich werde sich Schritt für Schritt verlängern. Erst wenn die Sanierung der Aubachbrücke im Oktober fertig gestellt ist, kann der Abschnitt Reutzstraße–Knaudtstraße freigegeben werden. Bis dahin wird die Alexandrinenstraße bis zur Knaudtstraße Baustellenbereich sein. Dadurch entfallen Parkplätze. „Ich gehe davon aus, dass wir bis Jahresende die Alexandrinenstraße bis zur Straße Zum Bahnhof fertig stellen und im ersten Halbjahr 2015 die Gesamtmaßnahme abschließen“, sagt die Planerin.

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