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21. September 2017 | 05:12 Uhr

Goethe-Gymnasium in Schwerin : Bauarbeiten beginnen 2014

vom

Die ersten Umbaupläne für das Goethe-Gymnasium stammen aus den 90er-Jahren. Im kommenden Jahr soll endlich Bewegung in das Vorhaben kommen. Zum Schuljahresbeginn 2016/17 können voraussichtlich wieder Schüler einziehen.

svz.de von
erstellt am 16.Jun.2013 | 07:29 Uhr

Weststadt | Die ersten Umbaupläne für das Goethe-Gymnasium stammen aus den 90er-Jahren. Kostenpunkt: 3,7 Millionen Euro. Mehr als ein Jahrzehnt wurde es still um das Bauprojekt. Erst im vergangenen Jahr zog die Stadtverwaltung das Vorhaben wieder aus dem Schubfach. Die Kosten verdreifachten sich auf zwölf Millionen Euro. Die Bagger sollten eigentlich in diesem Jahr anrollen, aber sie tun es nicht. "In unserem Zeitplan steht der erste Abriss im Mai 2014 an", sagt Ulrich Bartsch, Betriebsleiter des Zentralen Gebäudemanagementes (ZGM).

Die Planungen waren sehr umfangreich, die bürokratischen Hürden höher als erwartet. Im November sollen die Detailplanungen abgeschlossen sein, im Januar die Bauaufträge ausgeschrieben werden, im Mai das erste Gebäude abgerissen und der Bau im August beginnen. "Wir hoffen, im Schuljahr 2016/17 ist alles fertig", sagt Bartsch. Ob der Bau jetzt wieder teurer wird, sei noch nicht abzusehen, fügt Schuldezernent Dieter Niesen hinzu. Das hänge von der Marktlage ab.

Fakt ist, dass die Planer bereits tiefer stapeln, als vorgesehen war. Sie strichen einen Laubengang aus den Plänen, um die Zwölf-Millionen-Euro-Grenze nicht zu überschreiten, wie Holger Buck, stellvertretender Leiter des Schulamtes, sagt. Das Problem: Schwerin wird die Kosten voraussichtlich in voller Höhe tragen müssen. Die Deckel der Fördermitteltöpfe sind dicht. "Wir haben fast alle abgeklopft", so Niesen. Er will einen Teil der Kosten aus dem Schullastenausgleich zurückholen.

Nach Fertigstellung sei das Goethe-Gymnasium dann für mindestens 500 und maximal 1200 Schüler ausgelegt. Derzeit lernen dort mehr als 800 Jugendliche - 250 kommen von außerhalb. Wenn alles fertig ist, könne das Goethe-Gymnasium noch mehr Schüler aufnehmen, so die Oberbürgermeisterin. Schon jetzt übersteigt die Nachfrage das Angebot, wie die Verwaltung mitteilt. In den vergangenen Jahren waren die Anmeldezahlen deutlich höher als die zugestandene Bildung von drei Eingangsklassen. Die Aufnahme in die ausschließlich musisch orientierte Jahrgangsstufe fünf erfolgt durch ein festgelegtes Auswahlverfahren. Ab der Klasse sieben besteht auch über die Schweriner Stadtgrenzen hinaus Wahlfreiheit für die Aufnahme in den "allgemeinen" Teil des Goethe-Gymnasiums ohne spezielle Musikausbildung. Deshalb verdoppelt sich die Schülerzahl von der siebten Klasse an.

Pfeift das Musikgymnasium in der Weststadt derzeit auf dem letzten Loch, sollen sich die Unterrichtsbedingungen grundlegend verbessern. Musikproben in der stillgelegten Schwimmhalle sollen der Vergangenheit angehören. Die Verwaltung plant einen Ergänzungsneubau: In Zukunft soll der Unterricht nicht mehr in mehreren Plattenbauten, sondern in einem Neubau mit Unterrichtsräumen, Bibliothek und Caféteria stattfinden. Der schmiegt sich an den Altbau mit den bereits erneuerten naturwissenschaftlichen Räumen an.

Das Hamburger Architekturbüro Brinkmeier, Kraus und Stanczus, das das Ausschreibungsverfahren gewonnen hat, legte eine Vorplanung auf den Tisch: Vorgesehen ist ein dreigeschossiger Neubau mit einer Gesamtfläche von rund 6580 Quadratmetern. Durch den Wegfall der maroden Typenbauten soll Platz für etwa 35 Klassen-, Vorbereitungs- und Gruppenräume entstehen. Für die Bläsergruppen, das Tanztheater, den Chor und die Instrumentalausbildung werden zusätzlich Probenräume geschaffen, da die bisherigen Kapazitäten längst nicht mehr ausreichen. Mit der Verlegung des Haupteinganges erhält die Schule ein völlig neues, unverwechselbares Entré. Insgesamt stehen dann 400 Quadratmeter mehr zur Verfügung.

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