zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 05:57 Uhr

Am Ball bleiben : Barrierefreiheit beginnt im Kopf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Europäischer Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lockte viele Schweriner an den Pfaffenteich

von
erstellt am 05.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Bunt, laut und fröhlich ging es am Pfaffenteich zu. Selbst der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Ob nun Menschen mit oder ohne Handicap – alle waren gleichermaßen gut drauf und sehr engagiert. Zum ersten Mal fand das bunte Bühnenprogramm zum Europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Südufer des Pfaffenteichs statt.

„Barrierefreiheit fängt im Kopf an. Und deshalb sind wir heute hier. Wir wollen Akzeptanz schaffen“, erzählte Michael Bremer, Mitglied des Behindertenbeirats. Auf der Bühne traten etwa 60 Mädchen und Jungen von verschiedenen Gruppen und Schulen auf, wie die Weinbergschule und die Dreescher Werkstätten. Welche mit körperliche Behinderungen, manche mit geistigen. Aber fröhlich waren sie alle. Die Lust am Tanz, an der Musik, am Theater oder aber am Jonglieren merkte man ihnen an. Sie strahlten. Jede kleine Vorführung sprach einfach für sich und begeisterte die Schweriner aufs Neue.

Aber nicht nur zuschauen durfte das Publikum, sie konnten sich auch selbst einmal ausprobieren. Anke Heise und Peter Brill, beide freiberufliche Reha-Lehrer, hatten einen etwa vier Meter langen Hindernisparcours in petto. „Hier kann man einmal selbst erleben, wie es ist, nichts zu sehen“, erklärte Brill. Mit verbundenen Augen und mit einem Blindenstock bewaffnet konnten Schweriner den Parcours bestreiten und feststellen, „dass man durchaus so durchs Leben kommen kann.“

Der Behindertenverband, der ASB, die Lebenshilfe und Aktion Mensch waren u.a. mit Infoständen vertreten. „Es bedarf noch jeder Menge Aufklärung, auch wenn wir hier in Schwerin schon jede Menge erreicht haben“, erzählte Bremer. Jedoch müsse man auch in der Landeshauptstadt am Ball bleiben. „Eines der Probleme die wir haben, sind die zugeparkten Gehwege in der Weststadt und die zu hohen Bürgersteige. Daran müssen wir in Zukunft noch arbeiten“, sagte Bremer.

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen