Traumhafter Fang : Barninern ging Prachtkarpfen ins Netz

Stolzes Gewicht: Dieser Karpfen, den  Matthias Brietzke und sein Vater Werner präsentieren, bringt 20 Kilo auf die Waage.
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Stolzes Gewicht: Dieser Karpfen, den Matthias Brietzke und sein Vater Werner präsentieren, bringt 20 Kilo auf die Waage.

Für das 20 Kilogramm schwere Exemplar hat Fischer Matthias Brietzke bereits einen Abnehmer gefunden: Eine Brüeler Gaststätte will ihn auftischen

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26. Dezember 2013, 10:00 Uhr

So einen Fang macht auch Matthias Brietzke nicht jeden Tag. Beim Fischen auf dem Barniner See ging ihm und seinen Helfern ein dicker Fisch ins Netz: ein 20 Kilogramm schwerer Karpfen. „Der ist schon vergeben“, sagt Brietzke, der in Barnin eine Fischerei betreibt. Traditionell nehme eine Gaststätte aus Brüel den schwersten Karpfen ab und tische ihn Gästen auf.

Je mehr Kilo ein Karpfen auf die Waage bringt, je besser schmeckt er, meint der Barniner Fachmann. Das Fleisch sei zudem fester. Und ein großer Vorteil sei, dass die Fische nicht zugefüttert werden. Sie ernähren sich von dem, was der See hergibt. Der ist mit Muscheln, Larven, Würmer nährstoffreich, weiß Brietzke.

Um den Kunden in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel ausreichend Karpfen anbieten zu können, war Matthias Brietzke mit seinem Helferteam
mehrmals auf dem See. „Wir machen hier noch Zugnetzfischerei. Die ist aber arbeitsaufwändig. Andere Fischer setzen auf Stellnetze. Sie bringen diese abends aus und holen sie morgens ein. Beim Fischen mit dem Zugnetz kann sich der Barniner auf eine eingeschworene Truppe verlassen. „Das sind alles erfahrene Angler, die sich mit der Zugnetzfischerei mittlerweile gut auskennen“, sagt Matthias Brietzke. Auch sein Vater Werner Brietzke, der das Unternehmen jahrelang führte, ist bei diesem jährlichen Höhepunkt immer dabei.

Mitte November fuhr der Fischer mit seinem Team in diesem Jahr das erste Mal auf den See hinaus, um Karpfen zu fischen. Anfangs sei das Wetter relativ warm gewesen,die Fänge nicht so gut wie erwünscht. Denn bei milden Wassertemperaturen sind die Fische noch recht agil, bewegen sich viel. Erst wenn es kälter ist, werden sie träger und lassen sich leichter fangen. Ideal zum Fischen sei eine Wassertemperatur von vier Grad. Teilweise hatte das Barniner Gewässer aber noch 7 bis 8 Grad. Zudem gab es einige Tage, an denen es einfach zu windig war, um auf den See zu fahren. „Dann mussten wir zwangsläufig pausieren“, sagt Brietzke junior. Letztendlich aber stellte sich dann auch das richtige Wetter ein. Die Karpfen wie auch die Barsche, Zander und Hechte, die zwangsläufig mitgefangen wurden, werden gehältert.

Auf den Endspurt zum Weihnachts- und Silvestergeschäft sind Brietzkes somit gut vorbereitet. „Mit dem Fang sind wir zufrieden. Wir haben von 1,5 bis 20 Kilogramm schwere Karpfen – da dürfte für kleine wie große Familien etwas dabei sein.“ Die meisten Kunden würden aber Exemplare mit einem Gewicht von 2,5 bis 4 Kilogramm bevorzugen, meint der Barniner. Gleichwohl seien bei größeren Familien auch die Karpfen ab zehn Kilo gefragt. Ein Kunde aus Plau aus See habe sich in diesem Jahr seinen großen Karpfen schon geholt, erzählt Matthias Brietzke. Dieser kam eigens etwas früher, weil er im vorigen Jahr keinen in dieser Größe mehr abbekam, so Brietzke.

Am heutigen Heiligabend lädt die Fischerei Brietzke von 10 bis 12 Uhr zu weihnachtlicher Blasmusik mit Barniner Bläsern, Glühwein und Imbiss ein. Natürlich kann auch am heutigen Dienstag Fisch gekauft werden: von 8 bis 13 Uhr sowohl in Barnin als auch in Crivitz auf dem Platz am Getränkefachmarkt in der Parchimer Straße. Am Silvestertag ist an beiden Standorten ebenfalls von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Bei Brietzkes gibt es zu den Feiertagen Karpfen blau. Elma Brietzke, die Mutter des Fischers, serviert dazu Salzkartoffeln, Buttersoße und Weißwein.

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