Barnin : Barnin schönstes Dorf im Umland

Das Kinderfest ist eine der 53 Veranstaltungen, die die 500 Einwohner-Gemeinde jährlich auf die Beine stellt.
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Das Kinderfest ist eine der 53 Veranstaltungen, die die 500 Einwohner-Gemeinde jährlich auf die Beine stellt.

Gemeinde am Barniner See punktet im Schönheitswettbewerb im Landkreis durch seine positive Entwicklung und die Gemeinschaft

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21. Juni 2018, 21:00 Uhr

Offenbar kein Zufall: Bei einem Besuch in Barnin war sich die kleine Gruppe Schweriner Kinder und Erwachsener einig. Sie wählten die Badestelle mit Steg und Bade-Insel zu ihrem Lieblings-Schwimmbecken für diesen Sommer. Nach einem Besuch im Landgasthaus „Kiek in“, mit klassischem kleinem Biergarten unter Linden, Hausmannskost und einer entzückenden Kaffeekannen-Sammlung, wurde beschlossen, auch dorthin sobald wie möglich zurückzukehren. Beim Spaziergang durchs Dorf fielen die vielen alten reetgedeckten Bauernhäuser auf, die es anderswo selten in dieser Zahl gibt. Das Dorfgemeinschaftszentrum in der Alten Schule mit einer schönen Eingangstür musste bewundert werden, genauso wie eine liebevoll aufgebaute Garten-Modelleisenbahn am Campingplatz. Kajak- und Kanufahrer kennen Barnin sowieso schon lange als Einsatzstelle für eine Mehrtagestour auf der Warnow.

Nun wird Barnin wieder ein wenig bekannter, denn die Gemeinde gewann am Mittwoch zusammen mit Warlow und Dobbertin den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ (SVZ berichtete). Barnin wurde nicht zum ersten Mal als schönstes Dorf gekürt, bereits 2006 und 2012 konnte sich die 500-Einwohner-Gemeinde mit der Auszeichnung schmücken. Zum Sieg auf Landesebene reichte es bisher nicht. „Ich habe in diesem Jahr bei der Präsentation alles anders gemacht“, berichtete Bürgermeister Siegfried Zimmermann. Als Präsentationsort für die Kommission wählte er diesmal eine Büdnerei, die der Eigentümer unter großen Denkmalschutzauflagen restauriert hat. In dem Haus war bis zur Wende ein Gemischtwarenladen, in dem der geborene Barniner selbst bis vor 27 Jahren zum Einkaufen ging.

Barnin konnte bei der Kommission damit punkten, dass der Wegzug der Einwohner seit 2010 gestoppt wurde und nun wieder knapp 500 Menschen dort leben. „Wir brauchen jetzt unbedingt einen Bebauungsplan. Alle Häuser und Wohnplätze sind verkauft, auch die Lückenbebauung ist abgeschlossen“, erklärt der Bürgermeister. „Und ich habe jeden Monat mindestens eine Bauanfrage und eine lange Warteliste.“ Auch die positive gewerbliche Entwicklung spielte beim Wettbewerb eine Rolle. „Wir haben mehr Gewerbean- als -abmeldungen“, so Zimmermann. Die größten Arbeitgeber in der Gemeinde seien zwei landwirtschaftliche Betriebe und die Elektrofirma Heiko Wunderow mit 26 Mitarbeitern. „Ganz wichtig sind aber unsere vier Vereine. Früher haben alle in der LPG gearbeitet und waren dadurch eine Gemeinschaft. Heute stellen wir Gemeinschaft über den Kulturverein, den Landverein Hof Barnin, den Anglerverein und den Förderverein ,Alte Dorfschule’ her.“ Vor allem die jährlichen Feste bringen die Barniner – Alteingesessene und Zugezogene – zusammen. 53 Veranstaltungen stellte die Gemeinde mit zwei Ortsteilen allein im letzten Jahr auf die Beine. Die nächste wird das Strandfest am 14. Juli sein.

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