NEUPFLANZUNGEN GEPLANT : Barnin forstet seinen Wald auf

Hier hat im Winter 2014/2015 eine Windhose gewütet,  erklärt Bürgermeister Siegfried Zimmermann. Die Gemeinde ist Waldeigentümer und will die Fläche aufforsten lassen.
Hier hat im Winter 2014/2015 eine Windhose gewütet, erklärt Bürgermeister Siegfried Zimmermann. Die Gemeinde ist Waldeigentümer und will die Fläche aufforsten lassen.

Windhose hatte im Vorjahr viele Bäume umgeknickt und großen Schaden angerichtet: Fläche wird mit Kiefern und Roteichen bepflanzt

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24. Januar 2016, 12:00 Uhr

Noch liegt das ganze Geäst wild herum. Doch schon bald sollen auf dieser Fläche junge Kiefern und Roteichen wachsen. Die Gemeinde Barnin will einen Teil ihres Waldes am Dorfrand in Richtung Demen aufforsten. Im Winter 2014/2015 hatte eine Windhose im 2,5 Hektar großen Gemeindewald erheblichen Schaden angerichtet und viele Kiefern umgeknickt. Betroffen war eine Fläche von rund 1,5 Hektar. Barnin hatte das Forstamt Gädebehn beauftragt, das Nutzholz zu gewinnen. So kamen durch den Holzverkauf etwa 4000 Euro in die Gemeindekasse.

Doch damit war der Schaden längst nicht behoben. Das Forstamt regte an, die geschädigte Fläche aufzuforsten. „Das hätten wir in den nächsten Jahren sowieso machen müssen“, sagt Bürgermeister Siegfried Zimmermann. Denn die Gemeinde wollte das wüste Areal so nicht sich selbst überlassen. Außerdem: Der Wald gewinnt nach einer Aufforstung an Wert und kann nachhaltig genutzt werden kann.

Fachliche Beratung haben sich die Barniner vom Forstamt Gädebehn geholt. Dessen Leiter Ingo Nadler unterbreitete zwei Varianten mit Kostenkalkulation. Eine sah vor, die noch stehenden Kiefern zu ernten, das Holz zu verkaufen und die Fläche wieder mit Kiefern aufzuforsten. Hier würde sich der Aufwand in Grenzen halten, die Kosten aber höher sein, da es für diesen Fall keine Förderung geben würde.

Die andere Variante ist mit höherem Arbeitsaufwand und mit geringeren Kosten verbunden – und nachhaltiger. Denn hier würde nach der Holzernte die Fläche zum Mischwald umgebaut werden. Neben Kiefern sollen Roteichen gepflanzt werden – je zur Hälfte. Andere Bäume kommen kaum in Frage, weil der Boden karg ist. Die Gemeindevertreter konnten sich jedoch auf ihrer Sitzung nicht einigen, welcher Variante sie den Vorzug geben. So fand im Herbst ein Ortstermin mit dem Forstamtsleiter statt. Nach dieser Beratung entschieden sich die Barniner für den Umbau zum Mischwald.

Doch bevor hier Bäume gepflanzt werden können, wird das restliche Holz geerntet, dann muss das Waldstück „aufgeräumt“ werden: Es geht darum, die Baumwurzeln zusammenzuschieben, die Pflanzfläche vorzubereiten. Nach der Pflanzung soll ein Zaun gezogen werden, der vor allem die Roteichen vor Wildverbiss schützt.

Die Gesamtkosten werden auf rund 9000 Euro geschätzt. Die Förderung beträgt 70 Prozent – sofern die Kommune mit einer Kofinanzierung dabei ist und mit einem weiteren Eigenanteil. Die Kommune muss in Vorleistung gehen. Werden die geschätzten Erlöse aus dem Holzverkauf berücksichtigt, erziele Barnin sogar ein kleines Plus, schätzt Zimmermann ein. In den nächsten Wochen werden die Arbeiten ausgeschrieben und die Fördermittel beantragt.

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