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Werbung für Schwerin und die Lewitz : Banzkower Trio auf Ostsee-Tour

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Marianne und Karl-Friedrich Böthfüer und Solveig Leo besuchen mit ihrem Mäusenest-Anhänger Partnerstädte Schwerins

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Das Reisefieber hat sie wieder gepackt. Am 16. Mai starten Marianne (66) und Karl-Friedrich Böthfüer (68) und Solveig Leo (70) aus Banzkow ihre Auto-Tour entlang der Ostsee. Dabei besuchen sie die Partnerstädte Schwerins: Pila in Polen, Tallinn in Estland, Vaasa in Finnland und Växjö in Schweden. Gleichzeitig machen sie in den Partnerregionen unseres Landes Station: in Stettin und Danzig ( Polen) sowie in Turku (Finnland). Eingeplant ist auch eine Visite in Langebaek im Norden von Dänemark. Mit dieser Gemeinde pflegt die Lewitzkommune Kontakte.

Das Anliegen des Trios: Das Land, Schwerin und die Lewitzregion bekannter machen. „Wir haben auf unseren bisherigen Reisen gemerkt, dass es viele Leute gibt, die mit Mecklenburg-Vorpommern nicht viel anfangen können. Vielleicht können wir helfen, das zu ändern“, sagt Solveig Leo. Schwerin hat den Besuch der Banzkower in den Partnerstädten angekündigt, sie werden Grußschreiben übergeben – und kleine Souvenirs. Überdies nimmt das Trio Werbematerial mit. „Und Sonnenblumensamen“, sagt Solveig Leo. Sie wie auch ihre zwei Reisebegleiter hoffen, dass aus dem Samen stattliche Sonnenblumen werden und sich (symbolisch) ein gelbes Band durch die Länder zieht.

Wenn die Banzkower schon mal unterwegs sind, wollen sie auch Sehenswertes auf ihrem Reiseweg erkunden. Sie suchen im litauischen Klaipeda den Simon-Dach-Brunnen auf. Hier befindet sich das Wahrzeichen der Stadt: Das Denkmal „Ännchen von Tharau“ erinnert an den im einstigen Memel geborenen Dichter Simon Dach (1605 – 1659). Und weil es dann nicht mehr weit ist bis zur Kurischen Nehrung, wollen sich die Reisenden diesen Landstreifen anschauen. In Litauen wollen die Mecklenburger unbedingt auch den Berg der Kreuze besuchen, der ein nationales Heiligtum ist.

In acht Städten sind die Banzkower zu offiziellen Besuchen eingeladen. Klar, dass sie sich dafür in Schale schmeißen. Karl-Friedrich Böthfüer und Solveig Leo legen Mecklenburger Trachten an, Marianne Böthfüer das Kartoffelmaus-Kostüm. Damit stellt sie das Maskottchen der Gemeinde dar. Weitere 20 Stationen sind auf ihrer Werbetour rund um die Ostsee fest eingeplant.

Apropos Ostsee. Delegationen der Ostsee-Anrainerstaaten treffen sich diesmal in Turku. „Was die Europäer im großem Rahmen machen, machen wir im Kleinen: Völkerverständigung“, sagt Solveig Leo. Die Ostsee-Route hat Karl-Friedrich Böthfüer erstellt. Das sei nicht einfach gewesen, sagt er rückblickend. Ein Hotel zum Übernachten zu finden, das war nicht schwierig. Aber eine Bleibe für den Mäusenest-Anhänger – benannt nach der Kartoffelmaus – zu sichern, erwies sich schon schwieriger. Aber auch das wurde gelöst. Annähernd 6000 Kilometer durch sieben Länder werden die Reiselustigen im Ford zurücklegen, durchschnittlich 350 bis 400 Kilometer am Tag und zwischendurch drei- bis viermal die Fähre nutzen. Damit sie sicher an den jeweiligen Zielort ankommen, hat sich Karl-Friedrich Böthfüer ein neues Navi-Gerät zugelegt. Für den Notfall stecken die Frauen auch noch eine große Landkarte der Baltischen Länder ein.

Das Trio ist mittlerweile das vierte Mal unterwegs. Die erste Tour mit dem Mäusenest-Anhänger führte die drei ins italienische Cervia. Ihr Dorf hatte bei der Teilnahme am Europawettbewerb „Entente florale“ im Jahr 2010 eine Silbermedaille errungen. Die Preisverleihung fand in Cervia statt. Nach jenem Jahr haben die drei Banzkower die teilnehmenden Städte bzw. Gemeinden in Ost- und Westeuropa aufgesucht, wollten wissen, wie sie sich nach dem Wettbewerb für ein schönes Lebensumfeld weiter engagieren (SVZ berichtete).

Jetzt also diese neue Route. Es wird die bislang längste – was die Kilometerzahl betrifft und die Tage. Denn Böthfüers und Solveig Leo werden vier Wochen unterwegs sein. Proviant führen sie mit. Gefrühstückt wird in den Hotels, mittags zehren sie von eigenen Vorräten und abends wird etwas Landestypisches gegessen. Unterwegs, wenn sich ein Plätzchen im Grünen abseits der großen Straßen anbietet, wird es Zwischenstopps geben. Dann gönnen sich die Frauen auch gern mal ein Fläschen Piccolo.

Was treibt die drei Senioren zu der Reise? „Die Freude am Entdecken“, antwortet Solveig Leo spontan. Und die anderen ergänzen, dass die Touren immer Spaß machen.

Abfahren werden die Banzkower am 16. Mai vom Dorfplatz in Banzkow, dann gibt es einen Zwischenstopp vor dem Schloss in Schwerin. Hier will die Stadt ihre „Botschafter“ verabschieden. Am 15. Juni wollen sie zurück sein. Ihre letzte Etappe starten sie in Wismar, sie führt zunächst nach Plate, zum Hoffest der Agrargenossenschaft. Nach dieser Stippvisite geht es dann aber endgültig heim – nach Banzkow.

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