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Schwerin: Endstation Güterbahnhof : Bald Wohnen auf dem Abstellgleis

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Der Konzern Deutsche Bahn will den seit den 90er-Jahren stillgelegten Schweriner Güterbahnhof in der Weststadt endgültig als Umschlagplatz aufgeben. Auf der Fläche sollen Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen.

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erstellt am 26.Feb.2013 | 07:07 Uhr

Weststadt | Endstation Güterbahnhof: Der Konzern Deutsche Bahn will den seit den 90er-Jahren stillgelegten Schweriner Güterbahnhof in der Weststadt endgültig als Umschlagplatz aufgeben. Auf der Fläche sollen Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen, wie ein Bahnsprecher bestätigt. "Das Areal eignet sich u. a. aufgrund seiner ruhigen Lage mit Blick auf den Medeweger See und seiner Nähe zur Schweriner Innenstadt hervorragend als Standort für individuelles Wohnen", heißt es in der Projektbeschreibung der Verwalterin DB Service Immobilien GmbH.

Vertreter der Stadt, der Deutschen Bahn und der Architektenkammer MV treffen sich am 11. März, um einen Architektenwettbewerb vorzubereiten. Das erklärt Dr. Günter Reinkober, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Der Wettbewerb soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden und in ein Bauplanverfahren münden. Wenn alles glatt läuft, könnten die Bagger in zwei bis drei Jahren auf dem 13 Hektar großen Areal rollen. Allerdings will die Deutsche Bahn den Güterbahnhof nur vorbereiten und dann an einen Investor verkaufen. Im Jahr 2011 war der Konzern an die Stadt heran getreten, um Möglichkeiten für den stillgelegten Güterbahnhof zu erörtern. Es folgten eine Markt- und Standortanalyse sowie städtebauliche Untersuchungen. Der städtische Flächennutzungsplan sieht bislang Grünflächen auf dem Gebiet vor. Im Jahr 2003 war der Güterbahnhof noch als Zentrum für die Bundesgartenschau 2009 im Gespräch. Als klar war, dass das Schloss im Fokus stehen würde, geriet der Güterbahnhof wieder ins Hintertreffen. Die Bahn nutzte das Gelände in der Vergangenheit als Lagerfläche. Auf zwei Gleisen werden Personenwagen gesäubert und abgestellt. Seit 2011 trägt das Projekt Schweriner Güterbahnhof das Etikett "Entwicklungsprojekt". Die Deutsche Bahn wird die Widmung "Bahnverkehrsfläche" aufheben - ein bürokratischer Akt. Die Ideen aus dem Architektenwettbewerb ebnen den Weg in die politischen Gremien, um die Flächen in Bauland umzuwandeln. "Im südlichen Teil der Fläche ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen", so der Bahnsprecher weiter. "Die noch verbleibenden Gebäude sollen durch den Käufer entfernt werden."

Neben den Waisengärten, der alten Brauerei und den Baugebieten am Ziegelinnensee, wird Schwerin mit dem Güterbahnhof ein weiteres neues Wohngebiet erhalten. "Die Nachfrage hält an", sagt Bernd Pichotzke vom Amt für Stadtentwicklung. Für die Stadt gäbe es kein Risiko. "Die Bahn wird das Gebiet in Eigenregie entwickeln. Die Stadt ist Zuschauer", sagt Pichotzke. Im Klartext: Die Kosten für die Erschließung trägt die Deutsche Bahn.

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