Jetzt wirds Heiß : Bald Erdwärme aus Lankow

Das an den Waisengärten geplante Geothermieprojekt soll jetzt am neuen Standort verwirklicht werden

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29. April 2015, 21:00 Uhr

Das ursprünglich am Neubaugebiet Waisengärten geplante Geothermieprojekt soll an einen anderen Standort in Schwerin verlegt werden. Darüber haben die Stadtwerke gestern Abend die Stadtvertreter bei einem Parlamentarischen Abend informiert. Die Wärme aus der Erde soll jetzt aus Lankow kommen.

Die Planungen und Vorbereitungen zur Förderung der Geothermie im Stadtgebiet der Landeshauptstadt laufen seit nunmehr drei Jahren unter der Prämisse, dass das geologische Erkundungsrecht westlich der Werderstraße anderweitig vergeben war und von den Stadtwerken mit ihrem Vorhaben nicht beeinträchtigt werden durfte. Dieser Umstand hat sich nun überraschend geändert und eröffnet den Stadtwerken die Möglichkeit, das Projekt am Heizkraftwerk in Lankow zu realisieren.

Am neuen Standort ergeben sich aufgrund der vorhandenen Infrastruktur des Kraftwerkes deutlich günstigere Ausgangsvoraussetzungen, die Geothermie optimal einzusetzen. Die Stadtwerke haben dort auch die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt das Projekt zu erweitern, was an den Waisengärten definitiv aus Platzgründen ausgeschlossen ist.

„Die konkreten Planungen bezogen sich bisher auf ein Grundstück im Wohngebiet Waisengärten. Diese können in Lankow fast komplett übernommen werden. Aber natürlich werden wir die sich bietenden Optimierungsmöglichkeiten nutzen“, sagt Projektleiter René Tilsen. Mit dieser Umplanung wird sich für die Kunden im Bereich Werdervorstadt aber nichts ändern. Die technischen Parameter bleiben wie vertraglich vereinbart bestehen. Die weitere Erschließung der Werdervorstadt kann ohne Abstriche umgesetzt werden, betont der Projektleiter.

Damit die aus Geothermie gewonnene Wärmeenergie trotzdem in die Waisengärten geleitet werden kann, wird am Standort in der Bornhövedstraße eine Wärmeübertragungsstation gebaut, die dann allerdings deutlich kleiner ausfällt und sich mit ihrer Bauweise auch optisch der Umgebung anpasst. Für die angrenzende Kita „Villa Traumland“ schaffen die Stadtwerke Ausgleichsflächen mit Spielplatz und entsprechender Ausstattung.

„Mit der Realisierung des Geothermieprojekts am neuen Standort können wir einen substanziellen Teil des Wärmebedarfs unserer Stadt aus erneuerbaren Energien wirtschaftlich und effektiv decken“, versichert Stadtwerke-Geschäftsführer  Dr. Josef Wolf. Auf der Informationsveranstaltung haben die Stadtwerke am Mittwochabend die Stadtvertreter informiert und Fragen beantwortet. In wenigen Tagen wird sich der Aufsichtsrat mit dem Thema befassen.


 

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