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Bauarbeiten beendet : Bahnübergang nach Zapel wieder offen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zapel-Dorf kann wieder von der B 321 angefahren werden – und die rumpelige Ausweichstrecke hat ausgedient

svz.de von
erstellt am 16.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Seit Mittwochnachmittag ist die Strecke von der Bundesstraße 321 nach Zapel-Dorf wieder befahrbar. Die Zapeler freut es, denn über die holprige Ausweichstrecke brauchen sie nun nicht mehr zu fahren.

Wer nach Zapel-Dorf wollte, der hatte kaum eine andere Wahl. Gut drei Wochen lang. Über Crivitz die Landesstraße 09 ging es über den notdürftig präparierten und ungeteerten Settiner Weg durch den Wald und vorbei an gelb blühenden Rapsfeldern. Etwas mehr als einen Kilometer. Eine richtige Holperstrecke, sagten die Autofahrer, die kurvenreich die Schlaglöcher umfuhren, damit die Stoßdämpfer ihrer Fahrzeuge nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Doch jetzt brauchen sie diese Umleitung nicht mehr zu nutzen.

Zwar sind die Bauarbeiten am Bahnübergang – ein elektronisches Stellwerk wurde installiert – noch nicht ganz abgeschlossen, doch der Verkehr darf wieder rollen. Die Fahrbahndecke ist neu, und nebenher ist auch schon ein Stückchen Radweg hergerichtet. Das wird die Zapeler freuen, denn auf einen Radweg, der Zapel-Hof mit Zapel-Dorf verbindet, warten sie schon lange. Dass die Bahn auch Bauherrin des Radwegs ist, hat mit dem Ausbau der Bahnstrecke Schwerin-Parchim zu tun. Die Züge sollen hier bald schneller fahren. Dafür müssen die Bahnübergänge aber mit Schranken versehen werden.

„Die Bauarbeiten sind für den Sommer dieses Jahres geplant und werden gleichzeitig mit der Baumaßnahme am Bahnübergang in Zapel durchgeführt“, heißt es von Seiten der Bahn. Sie hatte sich vor Jahren dazu verpflichtet, einen straßenbegleitenden Radweg zu bauen und eine Baumreihe zwischen Straße und Radweg zu pflanzen. Diese Maßnahme gilt als Ausgleich für den bereits 2006 aufgegebenen Bahnübergang in der Feldmark. „Ein Kompromiss“, sagt Zapels Bürgermeister Hans-Werner Wandschneider. Wären beide Bahnübergange erhalten geblieben, dann hätte die Gemeinde anteilige Kosten von jeweils 150 000 Euro für zwei beschrankte Bahnübergänge aufbringen müssen. Doch dafür hatte die Gemeinde nicht genug Geld.

 

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