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Schwerin : Bahntunnel nicht nur optisch ein Schandfleck

Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse werden Graffiti und Aufkleber in der Unterführung in der Lübecker Straße vorerst nicht entfernt


von
12. März 2018, 20:55 Uhr

Schriftzüge wie „Paulshöhe erhalten“ oder „Denken ist wichtig“ zieren oder verunzieren die Wände der Bahnunterführung in der Lübecker Straße. Aufkleber weisen auf Veranstaltungen hin, die längst vergangen sind. Selbst der Aufzug, der seit einigen Wochen nicht mehr funktioniert, ist komplett vollgesprüht. „Dieser Tunnel ist ein Schandfleck, mitten in der Stadt“, schimpft ein Fußgänger, der jeden Tag durch die Unterführung zur Arbeit geht.

Die makabren „Kunstwerke“ prangen schon seit Wochen an den Wänden. „Warum werden sie nicht entfernt“, wollen SVZ-Leser wissen. Schuld daran seien die niedrigen Temperaturen, erklärt Stadtsprecherin Michaela Christen: „Für die Reinigung sind die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen zuständig. Da die Mitarbeiter für die Entfernung auf eine Technologie setzen, die Wasser nutzt, können sie bei Frost oder Frostgefahr nicht arbeiten.“

Anlässe für Graffiti-Sprayer, öffentliche Wände zu besprühen, gibt es scheinbar immer wieder. Und das hat teure Folgen. „Die jährlichen Reinigungsgebühren für den Tunnel liegen bei durchschnittlich 12 750 Euro. Dafür wird die Tunnelanlage dreimal wöchentlich, die Schmutzwasserrinnen einmal wöchentlich im Winter und einmal im Monat während des Sommers gereinigt“, sagt Christen. Außerdem würden die Glasflächen viermal jährlich gereinigt. Hinzu komme der Winterdienst vor der Fahrstuhlschächten, erklärt die Stadtsprecherin. „Und natürlich entfernen die SDS-Mitarbeiter auch regelmäßig die Graffiti und Aufkleber. Je nach Absprache findet das fünf bis sechs mal pro Jahr statt.“

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Eine Garantie, dass die Schriftzüge nicht gleich wieder an die Wände gesprüht werden, gibt es indes nicht. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass nach der Reinigung die ,Künstler‘ meist sofort wieder alles vollsprühen“, berichtet Christen. Gefasst wurden die Täter leider noch nicht.

Kommentar des Autors: Mit Kunst hat das nichts zu tun
Mit Kunst haben die Werke der Schweriner Sprüher im Bahntunnel nichts zu tun. Anstatt das Stadtbild aufzuwerten wie in Lissabon oder anderen europäischen Metropolen, verschandeln hier die Schriftzüge Wände und sorgen für Ärger. Meine Bitte, liebe Sprayer: Nutzt legale Möglichkeiten und wir können uns über aufwändige Meisterwerke à la Street-Art-Ikone Banksy freuen, oder ihr lasst die Wände sauber. Für uns und euch!

Schwerin : Bahntunnel nicht nur optisch ein Schandfleck

von 12. März 2018, 20:55 Uhr

Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse werden Graffiti und Aufkleber in der Unterführung in der Lübecker Straße vorerst nicht entfernt

Schriftzüge wie „Paulshöhe erhalten“ oder „Denken ist wichtig“ zieren oder verunzieren die Wände der Bahnunterführung in der Lübecker Straße. Aufkleber weisen auf Veranstaltungen hin, die längst vergangen sind. Selbst der Aufzug, der seit einigen Wochen nicht mehr funktioniert, ist komplett vollgesprüht. „Dieser Tunnel ist ein Schandfleck, mitten in de...

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Kommentare

  • 13.03.2018 | 06:59 Uhr
    Torsten Hell

    Diese ewigen Schmiererein sind nicht von Gott gegeben, unsere Politik will oder kann sie nicht bekämpfen.

    ECHTE KÜNSTLER !!!, beschmieren nicht Wände mit einer pseudokryptischen Ansammlung von Buschstaben und Zahlen. Sie gestalten, sie formen Farbe und Formen. Es gibt sehr schöne Gestaltungen von E Kästen und Bahnhofstunneln.
    Aber das hier, sollte so genannt werden, wie es ist. Es sind nichtskönnende Schmierer, die sich dem Nymbus des Künstlers anmaßen! Sie wissen nichts von Farbe, Form, goldener Schnitt und dem Sinn von horizontalen und vertikalen Darstellungen.
    Es sind schlicht Schmieraffen ohne Hirn und (Kunst)Verstand!
    Und zu den Klebis gebe ich Herr Schmidt recht!. WOHER kommt das Geld dafür?
    2 x zahlt der Steuerzahler! Für die Herstellung und für die Entfernung! Ich verachte diese kulturlose Bande!

  • 12.03.2018 | 22:58 Uhr
    Markus Schmidt

    Woher kommt das Geld?

    Aufkleber drucken lassen kostet Geld. Die Mehrzahl dieser Aufkleber ist einem bestimmten politischem Spektrum zuzuordnen. Diejenigen, die sie dort anbringen glauben, die Allgemeinheit mit ihrer kruden Propaganda belehren zu können und beweisen mit der Verunstaltung des öffentlichen Raumes, daß sie nichts im Kopf haben. Denn Narren Hände beschmieren Tische und Wände, weiß der Volksmund. Und er hat meistens recht! Wer nicht zu den hellsten Kerzen auf der Torte gehört, hat in der Regel nicht das Einkommen, um sich das Drucken von Aufklebern leisten zu können. Ich vermute daher, zur Finanzierung dieses Propagandamaterials werden über diverse Kanäle Gelder aus dem Familienminsterium genutzt. Schließlich gibt es dort fast 100 Millionen Euro jedes Jahr unter Vereine und Organisationen zu bringen, die sich dem Kampf gegen eine bestimmte Richtung verschworen haben. Letztlich finanzieren wir also alle über unsere Steuern diejenigen, die unsere Städte zu so einem Schandfleck machen. Unsere Ministerpräsidentin und Ex-Bundesfamilienminsterin kann da mal drüber nachdenken!