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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 21:39 Uhr

Eröffnung : Bahnhofsmission zurück in Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einrichtung im Hauptbahnhof will Anlaufstelle für alle Reisenden sein

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 21:00 Uhr

Schwerin hat wieder eine Bahnhofsmission. Um genau 14.31 Uhr war gestern das rote Band für die offizielle Eröffnung durchtrennt. An den Scheren: Bahnhofsmanager Sebastian Lange, Benjamin Ramon Leu als ehrenamtlicher Missionsmitarbeiter und Siegfried Rennhack, der in den 1950er-Jahren die Schließung der damaligen Bahnhofsmission in Schwerin durch die Staatsmacht miterlebt hatte.

„Damit niemand auf der Strecke bleibt!“ Unter diesem Leitsatz steht die Arbeit der neuen Bahnhofsmission in der Unterführung des Hauptbahnhofes. Die Einrichtung sieht sich als kirchlich-diakonischer Dienstleister am Bahnhof und Anlaufpunkt für alle Menschen, die Hilfe, Unterstützung oder einfach nur einen Moment Ruhe brauchen.

Begonnen hatte die Eröffnungsfeier mit einer Andacht vor dem Hauptbahnhof. „Die Bahnhofsmission – das sind vor allem die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter“, sagte Axel W. Markmann, Geschäftsführer der Stiftung Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend, die Träger der Schweriner Bahnhofsmission ist. „Nehmt Euch der Nöte der Menschen an“, zitierte Pastorin Konstanze Helmers aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom. „Ein spannender Weg liegt vor Ihnen“, betonte die Pastorin an die freiwilligen Helfer gewandt. Propst Dr. Karl-Matthias Siegert segnete die Aktiven.

Zu den Ehrenamtlichen, die sich in der Schweriner Bahnhofsmission engagieren, gehört Anne Ulrich. „In der Mission treffe ich Menschen, tue etwas Nützliches“, erklärte die Rentnerin. Lob für sie und ihre Kollegen gab es von OB Angelika Gramkow: „Wir sind froh, dass es in Schwerin wieder eine Bahnhofsmission gibt.“ Die Mission sei ein hervorragendes Beispiel für soziale Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement in der Stadt, so Gramkow.

Deutschlandweit gibt es mehr als 100 Bahnhofsmissionen, die wesentlich durch das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter getragen werden. Hilfestellung beim Neustart in Schwerin gab es vom Landesverband der Bahnhofsmissionen in Schleswig-Holstein. „Kirche lebt von der großen Auferstehung, aber auch von vielen kleinen Auferstehungen“, hieß es denn auch gestern.

„Unsere Bahnhofsmission ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet“, sagte Marcus Wergin, der bei der Stiftung Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend für die Mission zuständig ist.




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