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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 23:33 Uhr

Zapel : Bahn hält Wort: Zapeler bekommen ihren Radweg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lang gehegter Wunsch wird wahr – Einwohner können bald sicher nach Crivitz radeln

von
erstellt am 10.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Es ist nicht zu übersehen: Neben der Straße vom Abzweig der B 321 nach Zapel Dorf wird am Radweg gebaut. Die meisten Arbeiten sind bereits abgeschlossen, die knapp 800 Meter lange Trasse hat eine Schwarzdecke erhalten. Jetzt werden die Bankette in Ordnung gebracht. Entlang des Radweges werden noch Bäume gepflanzt. „Verschiedene Arten von Ahornbäumen“, informiert Hans-Werner Wandschneider. Der Bürgermeister der Gemeinde Zapel freut sich, dass die Bahn als Bauherr des Radweges auf die Baumwünsche der Kommune eingegangen ist. Und noch mehr freut er sich, dass das Projekt „endlich realisiert wird“. „Denn darauf haben wir lange, sehr lange gewartet.“ Der Radweg führt von Zapel Dorf zur Bundesstraße 321 und schließt an den vorhandenen Radweg nach Crivitz an. Für die Radler wird die Strecke sicherer, denn bislang mussten die Zapeler auf der stark befahrenen Bundesstraße radeln, was nicht ungefährlich war, erinnert Wandschneider.

Geplant worden ist der Radweg, dessen Baukosten die Bahn trägt, im Zusammenhang mit der Umrüstung des Bahnübergangs. Dieser war früher unbeschrankt. Im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke (wir berichteten) bekam der Übergang aus Sicherheitsgründen eine halbseitige Schranke. Ein zweiter, wenig genutzter Bahnübergang in der Feldmark wurde schon vor Jahren geschlossen. Als Ausgleich kündigte die Bahn an, einen Radweg zu bauen. Das passiert jetzt, die Bahn hält Wort, auch wenn der Baubeginn zwischendurch verschoben worden ist. In diesem Frühjahr gings nun los. Die Firma Koch aus Malchin wurde mit den Arbeiten beauftragt. Die Fertigstellung ist für Ende Mai geplant. In den nächsten Tagen wollen noch die Bäume entlang des Radweges in den Boden.

Nichtsdestotrotz wird Zapel an den Kosten für die Umrüstung des Bahnübergangs beteiligt. Die Gesamtkosten tragen das Land, die Bahn und die Kommune – zu je einem Drittel. Der Anteil für Zapel macht 193 000 Euro aus, so der Bürgermeister. Dafür wurden Fördermittel beantragt. Denn, das stand von vornherein fest, diese Summe kann die Gemeinde allein nicht aufbringen.

Hans-Werner Wandschneider ist sehr zufrieden, dass die Bauarbeiten so zügig vonstatten gehen. „Ich bin froh, dass das Radweg-Projekt einen guten Abschluss findet.“ Und wenn die Bahnschranke immer korrekt funktioniere, dann sei alles bestens, meint der Bürgermeister. Denn in der Vergangenheit sei es häufiger vorgekommen, dass die Schranke, nachdem der Zug die Stelle passiert hatte, weiterhin geschlossen blieb – was die wartenden Autofahrer verärgerte. Wandschneider musste die Polizei informieren, die das Problem löste.

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