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Berliner Platz Schwerin : Bagger buddeln für schönen Platz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Neu Zippendorf wird die Ortsteilmitte ungestaltet – Die alten Pläne mussten wegen der Kosten noch einmal verändert werden

von
erstellt am 22.Okt.2015 | 07:45 Uhr

Auf dem Berliner Platz haben seit einigen Tagen die Bauarbeiter das Sagen. Die Markthändler sind zum Penny-Markt gezogen, oberhalb des Brunnens rücken Baumaschinen dem Einheitsgrau zu Leibe. Dem am 1. Mai 1987 eingeweihten Aufmarschplatz soll ein einladenderes Ambiente gegeben werden.

Berge von Pflastersteinen, Splitt, Kies und Asphalt türmen sich auf dem Platz. 40-Tonner fahren die abgebrochenen Teile der Oberfläche weg. Büsche und Bäume sind verschwunden. Bauzäune schützen die Baustelle. Die Mitarbeiter der Firma Crull aus Klinken sind fleißig dabei, den sozialistischen Teil des Platzes abzutragen.Ein Vermesser hat bereits die neue Platzmitte, ein Oval abgesteckt.

Die Rostocker Straße ist immer noch als Einbahnstraße zu befahren. Fußgänger gelangen von der Sparkassenallee an der Kaufhalle entlang gut zur Treppe, die zum unteren teil des Berliner Platzes führt. Alle Geschäfte sind gut zu erreichen. „Das wird auch während der gesamten Bauzeit gewährleistet“, sagt Reinhard Huß vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung. Denn nach der großen Platzfläche werden auch die Randbereiche und die Rostocker Straße neu gemacht.

Die schon einige Jahre alten Pläne musste die Stadt noch einmal ändern. Das in sder Platzmitte liegende Oval sollte ursprünglich in einem Ockerton erstrahlen. „Das hätte unseren Kostenrahmen gesprengt“, so Reinhard Huß. „Die Fläche bekommt jetzt einen dunkelroten Asphalt. Die in der Mitte vorgesehene Platane wird aber auf jeden Fall gepflanzt.

Ob der jetzt verlagerte Wochenmarkt nach der Fertigstellung des Berliner Platzes tatsächlich auf die für ihn vorgesehene Fläche zurück zieht, steht noch nicht fest. „Die Händler fühlen sich am neuen Standort sehr wohl“, so Huß.

Seit mehr als vier Jahren liegen die Pläne für die Umgestaltung der Platzes bereits auf dem Tisch. Doch irgendwie kam immer etwas dazwischen. Mal war der Anliegerbeitrag für die mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Wohnungsgesellschaft Schwerin zu hoch, mal waren es Abrissüberlegungen der WGS im Umfeld des Berliner Platzes. Und in der Stadtvertretung gab es immer wieder Stimmen, die eine Umgestaltung des Areals in der Mitte Neu Zippendorfs für nicht so dringend erachteten und das Geld lieber anderswo eingesetzt hätten. Und weil inzwischen der Abriss der Hochhäuser in der Rostocker Straße fest steht, bleibt der untere Teil des Platzes zunächst unberührt. Für den oberen Teil werden 690 000 Euro ausgegeben.

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