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Frühere Badestellen in Schwerin : Badevergnügen mit und ohne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf Kaninchenwerder durfte zu DDR-Zeiten auch nackt geschwommen werden

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Zahlreiche Seen in Schwerin locken Einheimische und Touristen ins Wasser zum Planschen und Schwimmen. An vielen Orten kann in der Landeshauptstadt im natürlichen Gewässer gebadet werden. Doch die Badestellen wandeln sich, manch ehemaliger Geheimtipp ist heute ein Spielplatz, offizielle Schwimmbäder zugewachsen. SVZ begibt sich auf Spurensuche nach lauschigen Plätzen und spannenden Geschichten. Heute: die FKK-Badestelle auf Kaninchenwerder.

Rainer Blumenthal muss einen Augenblick überlegen. „Eine FKK-Badestelle auf Kaninchenwerder? Ob wir darüber Unterlagen haben?“, fragt sich der Mitarbeiter des Schweriner Stadtarchives. Er verschwindet in seinem Büro und kommt mit einer Mappe wieder, in der zahlreiche Artikel, Texte und anderes Material über die Insel im Schweriner See gesammelt werden. Auf einem Flyer über Kaninchenwerder aus DDR-Zeiten ist sie eingezeichnet: die FKK-Badestelle. „Allerdings per Hand, denn im ersten Druck hat man die Badestelle vergessen“, erklärt Blumenthal. Die nächste Auflage habe das Stadtarchiv jedoch leider nicht.

Am nordwestlichen Ufer lag sie, die Stelle, wo nackt gebadet, geplanscht und geschwommen werden konnte mit Blick auf die Stadt und das Schloss. Zu DDR-Zeiten war die Badestelle richtig als FKK-Areal ausgewiesen. „Wie sie entstanden ist, lässt sich nur vermuten“, erzählt Rainer Blumenthal. „Wahrscheinlich haben die Besucher die Badestelle nach und nach zu einer FKK-Wiese gemacht.“

Neben der FKK-Badestelle konnte auch an anderen Stellen auf Kaninchenwerder im Schweriner See geplanscht werden – dort allerdings in Badehose und -anzug. Heute gibt es eine öffentliche Badestelle direkt am Anleger der Weißen Flotte am Südufer mit einer bewirtschafteten Gaststätte im nahegelegenen Wald.

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