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Frühere Badestellen in Schwerin : Baden in allen Himmelsrichtungen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Frühere Badestellen in der Stadt – heute: Es wurde nicht immer nur am Südufer des Lankower Sees geplanscht

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Zahlreiche Seen in Schwerin locken Einheimische und Touristen ins Wasser zum Planschen und Schwimmen. An vielen Orten kann in der Landeshauptstadt im natürlichen Gewässer gebadet werden. Doch die Badestellen wandeln sich, manch ehemaliger Geheimtipp ist heute ein Spielplatz, offizielle Schwimmbäder zugewachsen. SVZ begibt sich auf Spurensuche nach lauschigen Plätzen und spannenden Geschichten. Heute: das Ostufer am Lankower See.

Lässt sich die Sonne blicken, dann ist am Südufer des Lankower Sees einiges los. Große und kleine Schweriner planschen im kühlen Nass oder genießen ein Eis im Biergarten. Heute ist das Südufer eine beliebte Badestelle, doch früher wurde auch an den Ufern der anderen Himmelsrichtungen geschwommen und gebadet.

Am Westufer wurde Anfang 1929 begonnen, eine Badeanstalt anzulegen, schreibt Udo Brinker in der Chronik der Stadt Schwerin. Eine Schwimmbahn und Umkleideräume sollten entstehen, doch bereits im Juli wurden die Arbeiten abgebrochen. Denn die Stadtvertretung entschied, dass eine Badestelle am Ostufer des Sees leichter erreichbar wäre, nicht nur für die Schüler.

Also wechselte der Freie Wassersportverein als Pächter der Anstalt die Himmelsrichtung und eröffnete am 12. Juni 1930 am Ostufer des Lankower Sees eine Badestelle, die im Winter bereits weiter ausgebaut wurde.

1933 übernahm die Stadt die Zuständigkeit und fing im folgenden Jahr an, die Badeanstalt zu erweitern. Ein Holzbassin, Nichtschwimmerbecken und Toiletten wurden errichtet, die Wirtschaftsräume und die Liegewiese erweitert. 1949 kamen dann ein Gast- und ein Schankraum sowie eine Küche hinzu.

1973 wurden die bestehenden Badebrücken und -stege erneuert, doch schon damals gingen die Besucherzahlen am Ostufer zurück. Nach der Wende wurde die öffentliche Badeanstalt geschlossen. 2001 begann ihr Abriss.

Auch an der nördlichen Seite des Lankower Sees konnten die Schweriner ins kühle Nass hüpfen. 1956 wurde bereits eine kleine Badestelle fertiggestellt, die von 1970 bis 1972 mit Stegen und einer Bootsausleihe ausgebaut wurde. Hier fand eine Zeit lang der Schwimmunterricht der Lankower Schulen statt. Nach 1990 wurde die Badestelle wieder aufgegeben.

Und auch am Südufer entstand eine Badestelle. 1976 kamen eine Terrasse und ein Kiosk hinzu, wo die Schweriner sich Sportgeräte ausleihen konnten. Noch heute erfreut sich die südliche Badestelle am Lankower See großer Beliebtheit – wenn denn das Wetter mitspielt und sich die Sonne blicken lässt.

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