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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. September 2017 | 15:40 Uhr

Kritzower Baustellen : Azubis ziehen in den Speicher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kritzower Lagergebäude wird zum Wohnhaus

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 16:50 Uhr

In der Vergangenheit war es still geworden, in und um den Speicher in Kritzow. Lediglich der Wind pfiff ein paar Lieder an windigen Tagen durch die alten Mauern. Doch 2013 wurde die Idee geboren, dem alten Haus wieder Leben einzuhauchen. Die Langen Brütz Agrar GmbH hat als Eigentümer mit den umliegenden Tourismusunternehmen Gut Vorbeck, Schloss Kaarz und WinstonGolf die Idee entwickelt, im Speicher Mitarbeiterwohnungen entstehen zu lassen.

„Neue Mitarbeiter und Auszubildende kann man nur für sich gewinnen, wenn man die Strukturschwäche dser Region zur Stärke ausbaut. Und genau das machen wir mit diesen Mitarbeiterwohnungen in direkter Nachbarschaft zu den Unternehmen“, erklärt Winstongolf-Direktorin Jenny Elshout. Geplant ist es, auf einer Wohnfläche von insgesamt rund 1300 Quadratmetern 15 Wohnungen für neue Mitarbeiter, Auszubildende, Trainees und Praktikanten in der Liebschaft Mecklenburg zu schaffen.

„Der Speicher ist ein sehr imposantes, Backstein-Gebäude, dass auch das Dorfbild prägt. Und obwohl es nicht unter Denkmalschutz steht, wollen wir die äußere Hülle gern erhalten“, sagt Jenny Elshout. Der ehemalige Wirtschaftstrakt des früheren Guts- und Rittersitzes wurde zu DDR-Zeiten als Kornspeicher genutzt, später als Scheune für Heu und Maschinen. In den vergangenen Jahren nagte jedoch der Zahn der Zeit stark am alten Speicher.

Viel zu sehen ist davon nicht mehr. Die Fassade wurde abgestützt, ein neues Dach kommt drauf und im Innern wird alles neu und vor allem modern. „Es ist ein Haus-im-Haus-Projekt. Die alten Mauern werden fachgerecht restauriert und bleiben als Fassade bestehen“, sagt sie und erklärt weiter: Umgeben von dieser „Hülle“ werde innen ein energieeffizienter, hochmoderner Neubau mit drei Etagen errichtet. Zwischen alten und neuen Mauern bleibe ein Gang. Manche Details wie die Kornbefüllung bleiben ebenfalls erhalten und würden zu einem Fahrradunterstand umfunktioniert. Im vergangenen Herbst fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. In diesem Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein, sagt Jenny Elshout. Die Wohnungen werden voll ausgestattet und möbliert. „Die kleinsten Varianten haben rund 30 Quadratmeter, die größten 60“, sagt die Geschäftsführerin. Wie viel Geld der Umbau kostet, will sie aber nicht verraten.

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