Chaos in Schwerin : Auto kracht in Bus: Riesen-Stau

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Stellingstraße nach Unfall mit 19 Verletzten voll gesperrt, Stau auf vielen Einfallstraßen

svz.de von
27. November 2014, 15:54 Uhr

Notärzte und Rettungssanitäter im Großeinsatz: 19 Verletzte mussten am Donnerstag nach einem Unfall in der Stellingstraße medizinisch versorgt werden. Ein Auto war am Nachmittag auf der Umleitungsstrecke für die heutige Brückensprengung mit einem Bus des Nahverkehrs kollidiert. „Wir waren mit drei Rettungswagen, zwei Notarzt-Teams und einem Löschfahrzeug vor Ort“, sagte Jens Krause von der Berufsfeuerwehr. Der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Jörg Alrich, koordinierte die Ersthilfe.

Laut Zeugen war ein offenbar vom Stau genervter Autofahrer auf Höhe Adam-Scharrer-Weg auf die Busspur gebogen, hatte aber den herannahenden Schienenersatzverkehr übersehen und gerammt. Dabei kamen viele Fahrgäste zu Fall, zogen sich Prellungen, Brüche oder Schnittwunden zu. Stationär mussten nach SVZ-Informationen nur drei von ihnen behandelt werden.

Für den Rettungseinsatz wurden die Stellingstraße und die Zufahrten gesperrt. Das verschärfte zusätzlich den Mega-Stau, der sich schon den ganzen Tag wegen der Sperrung der Ludwigsluster Chaussee zur Vorbereitung der heutigen Brückensprengung gebildet hatte. Allein in der Stellingstraße steckten die Autos morgens 40 Minuten fest, der Rückstau reichte in Richtung Ludwigsluster Chaussee fast bis zur SVZ. Auch in anderen Richtungen ging zur Hauptverkehrszeit fast nichts. Die Rogahner Straße war dicht, Graf-Schack-Allee und Werderstraße ohnehin, aus Richtung Güstrow war schon am Kreisel Möwenburgstraße Geduld gefordert. Zum morgendlichen Verkehrschaos hatte zudem ein technischer Defekt maßgeblich beigetragen: Die Ampel am Bleicherufer war ausgefallen.

„Die Vollsperrung der Ludwigsluster Chaussee als eine Hauptzufahrtsstraßen ist nicht einfach wegzustecken“, sagt Carsten Bierstedt vom Amt für Verkehrsmanagement. „Doch es gibt keine andere Lösung für die Sprengung der Brücke.“

Der Mega-Stau wirkte sich auch auf den Nahverkehr aus. „Leider haben viele Autofahrer die Busspur in der Stellingstraße missbräuchlich genutzt, was ja auch zu dem Unfall führte, oder die Einmündungen blockiert“, sagte Nahverkehrschef Norbert Klatt. Im Schienenersatzverkehr gab es fünf bis zehn Minuten Verspätung, was sich auch auf die Straßenbahnanschlüsse der Linien 1 und 2 auswirkte.

Am Freitag ist der der Bereich um die Stadionbrücke von 8 bis 10 Uhr wegen der Sprengung komplett gesperrt, also auch Lennéstraße und Stadionstraße.

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