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Helfertreffen in Schwerin : Austausch über Integration

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Flüchtlingshelfer aus Ostdeutschland knüpften beim Open-Transfer-Camp in Schwerin neue Kontakte

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2017 | 08:00 Uhr

„Integration ist ein langfristiges Thema – unabhängig vom öffentlichen und medialen Fokus“, machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in der Schweriner Industrie- und Handelskammer deutlich. Dort eröffnete sie am Sonnabend das erste Open-Transfer-Camp für Flüchtlingsprojekte. Hauptberufliche Akteure und ehrenamtliche Helfer aus ganz Ostdeutschland kamen dazu in die Landeshauptstadt. Darüber hinaus fanden sich auch Gäste aus Dortmund und Hamburg ein: Knapp 100 Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen, sich über Projekte in der Flüchtlingshilfe und Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Das Besondere an dem Open-Transfer-Camp: die Organisation. „Wir haben die Veranstaltung als Barcamp ausgerichtet“, erklärte Sebastian Gillwald von der Stiftung Bürgermut, die für das Treffen zuständig war. „Wir nennen es auch gerne eine Un-Konferenz. Es gibt keine Zuhörer und Referenten, jeder Teilnehmer kann spontan einen Workshop anbieten.“ Daher gibt es weder Tagesordnung noch Ablauf. Die Workshops werden vor Ort gemeinsam mit den Teilnehmern entwickelt. „Sie konnten zwar vorab schon Vorschläge einreichen, aber die Konferenz organisieren sie vor Ort selbst“, so der Projektmanager.

„Was tun, wenn keiner kommt? Umsteuern im Projekt“, „Digitales für Integration – wie können digitale Werkzeuge bei Integration unterstützen?“ oder „Patenschaften im Raum Kita und Schule – besondere Herausforderungen“ waren nur einige der Themen, mit denen sich die Teilnehmer beschäftigten. In der Mittagspause taten sich einige von ihnen zusammen, um einen Spaziergang unter dem Motto „keine Abschiebungen“ zum Schloss zu unternehmen. Wegen der nicht angemeldeten Demonstration musste jedoch die Polizei anrücken, die Stiftung Bürgermut als Veranstalter des Open-Transfer-Camps distanzierte sich ausdrücklich von der Demonstration.

Das Barcamp in der Landeshauptstadt war die Auftaktveranstaltung zu einem neuen Programm der Stiftung Bürgermut – die Open-Transfer-Patenschaften. „Damit wollen wir die Patenschaften in Ostdeutschland fördern und unterstützen“, so Gillwald. Derzeit können sich Vereine, Verbände und Projekte um Stipendien bewerben, mit denen bis zu acht Organisationen bei der Umsetzung ihrer Ideen in der Integration unterstützt werden sollen zum Beispiel mit Online-Seminaren. Bewerbungen können im Internet unter www.opentransfer.de/#patenschaften eingereicht werden.

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