Schwerin : Ausstellung zur Willkür der NS-Militärjustiz

Am Dienstag ist Eröffnung.

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19. November 2018, 09:26 Uhr

Im Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland am Obotritenring 106 wird am morgigen Dienstag um 19 Uhr die Ausstellung „Was damals Recht war ... Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ eröffnet. Die Präsentation ist dann von Mittwoch an bis zum 29. Januar für die Allgemeinheit zu sehen. Die Ausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz. Im Zentrum stehen Fallgeschichten, bei denen es nicht nur um Personen geht, die als Deserteure abgeurteilt wurden, sondern auch um so genannte Wehrkraftzersetzer und Volksschädlinge. Zudem werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Insgesamt wurden mindestens 22000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten werden in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz zwischen 1871 bis 1939 eingebettet. Schließlich nimmt die Ausstellung die Ausgrenzung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten in den Blick.

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