Pampow vor 10 Jahren : Aussichtsloser Schulkampf

Schüler des Pampower Gymnasiums demonstrierten einst an der B 321.
Schüler des Pampower Gymnasiums demonstrierten einst an der B 321.

Pampower machten einst reichlich Lärm für den Erhalt ihres Gymnasiums

von
17. Mai 2018, 16:00 Uhr

Mit reichlich Lärm kämpften 250 Schüler des Pampower Gymnasiums noch vor zehn Jahren um den Erhalt ihrer Schule. Sie verlegten sogar ihre jährliche Vollversammlung an die
B 321, um auf die Gefährdung ihrer Schule aufmerksam zu machen. „Wir wollen, dass unser Gymnasium auch für künftige Schüler erhalten bleibt. Dazu brauchen wir noch mindestens eine Anmeldung für die nächste siebte Klasse“, brachte es Schülersprecherin Josephine Wilke aus der Klassenstufe 10 auf den Punkt.

Bis zum Stichtag Ende Februar 2008 lagen am Gymnasium Pampow 28 Anmeldungen für die neuen siebten Klassen vor, 54 waren laut Schulgesetz nötig. Die Pampower hofften, wie andere Gymnasien auf dem Lande auch, auf eine Ausnahmegenehmigung. Nur ein Jahr später war das endgültige Aus des Pampower Gymnasiums offizielle besiegelt. Die sinkenden Schülerzahlen machten das damals nötig. Es ging – wie die Regionale Schule Stralendorf – in der Kooperativen Gesamtschule auf.

18 Jahre lang gab es in Pampow das Gymnasium. 1994 legten die ersten Jugendlichen ihr Abitur dort ab. Mehr als 800 waren es insgesamt. Der damalige Landkreis Ludwigslust übergab die Schulträgerschaft für den gymnasialen Bildungsgang und das Hauptgebäude in Pampow ans Amt Stralendorf. In Stralendorf sollten dann die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden: Ausbau und Umgestaltung der Schulgebäude in den darauffolgenden drei Jahren. Insgesamt 3,88 Millionen Euro sollten investiert werden.

Das Pampower Schulgebäude wurde 2011 wieder an die Gemeinde übergeben. Zwischenzeitlich gab es viele Pläne. 2015 wurden dann die ersten konkret und auch angepackt. Mittlerweile wurde das ehemalige Schulgebäude umgebaut, altengerechte Wohnungen sind darin entstanden. Aber auch heute noch sorgt das Haus für Zündstoff – über die Zuwendung gibt es Streit in der Gemeindevertretung und unter Anliegern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen