Demen : Ausgebüxte Stute aus Wassergraben gerettet

<fettakgl>Nur mit Hilfe eines Teleskopladers</fettakgl> konnte die Stute aus dem Wassergraben geborgen werden.  Pferdeliebhaberin Anke Peters leitete die Rettungsaktion. <foto>Foto: privat</foto>
Nur mit Hilfe eines Teleskopladers konnte die Stute aus dem Wassergraben geborgen werden. Pferdeliebhaberin Anke Peters leitete die Rettungsaktion. Foto: privat

Eine Pferdeherde war am Montagfrüh von einer Koppel in Demen ausgebrochen. Alsbald konnten die Tiere wieder zurückgebracht werden - nur eine ältere Stute fehlte. Sie lag in einem Wassergraben und musste geborgen werden.

svz.de von
26. Juni 2012, 06:18 Uhr

Demen | Eine Herde mit etwa 30 Pferden, zumeist Ponys, war am Montagfrüh von einer Koppel in Demen ausgebrochen und in Richtung Venzkow unterwegs. Die Tiere konnten alsbald wieder auf die Koppel gebracht werden.

Ein Einwohner hatte die ausgebüxten Pferde bemerkt und die Polizei verständigt. Schnell war die Besitzerin des Reitbetriebes aus Barnin, Jana Uhlmann ausfindig gemacht. Sie ist im Urlaub, die Tiere werden derzeit von Anke Peters aus Pennewitt bei Warin versorgt.

Alle Pferde wurden begutachtet und scheinen unverletzt. Nur ein Pferd, eine ältere Stute, fehlte. Mit Hilfe von Schülerinnen aus Barnin startete Anke Peters eine Suchaktion. Sie liefen immer wieder die selben Wege ab, verfolgten die Spuren, das Pferd blieb vorerst verschwunden. Doch dann wurde die alte Stute endlich gefunden. Sie lag in einem Wassergraben, nahe der Landesstraße 091 unmittelbar vor Demen aus Richtung Kobande kommend - flehend und hilflos wiehernd.

Das Pferd war über und über mit Schlamm bedeckt, die Beine steckten im Dreck fest und es wies mehrere Schürfwunden am Kopf auf. Angst und Nässe setzten ihm übel zu. Das Tier war von unzähligen Versuchen, sich selbst aus dieser Lage zu befreien, völlig kraftlos. Ohne größere Technik, nur mit Menschenkraft, war hier keine Hilfe möglich, meint Anke Peters rückblickend. Sie bat einen in der Nähe wohnenden Bauern um Unterstützung. Nur mit Hilfe eines Teleskop laders und dem Geschick des Bauern konnte die Stute schließlich geborgen werden. "Es war ein trauriges Bild, doch zur Freude aller hatte die Stute ihren Lebenswillen nicht verloren und wird nun bestmöglich versorgt", erzählt Anke Peters nach der Rettungsaktion.

Sie vermutet, dass die Pferde mit einem Pkw über das mehrere Hektar große Anwesen gejagt und so in Panik versetzt worden sind. Pferde sind Fluchttiere, sie fühlten sich in die Ecke getrieben und in ihrer Angst durchbrachen sie daraufhin den Zaun, so dass das Unglück seinen Lauf nahm, so ihre Erklärung. Es wurde eine Anzeige erstattett wegen Sachbeschädigung am Zaun. Die Polizei ermittelt.

Die Besitzerin des kleinen Ponyreitbetriebes, Jana Uhlmann, ist indes froh, dass alle Tiere wieder auf der Weide sind und ihnen nichts passiert ist. Und auch die Stute, die im Graben lag, erhole sich derzeit gut. "Zum Glück ist auch keinem anderem etwas geschehen, als die Pferde aufder Straße liefen."

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