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Zeitung für die Landeshauptstadt

26. September 2017 | 00:30 Uhr

Total Legal : Aus Sprayer wird Graffiti-Künstler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jenny Clausen hilft 16-Jährigem aus der illegalen Szene und gibt ihm eine Perspektive für seine Zukunft

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Legal statt illegal: Während an der Baustelle Eisenbahnunterführung Obotritenring schon neue illegale Graffiti prangen, bot die VSP in der Lübecker Straße eine ganz legale Plattform für Sprayer an. Die VSP gGmbH ist ein Verbund für soziale Projekte, der sich in Schwerin zurzeit um 56 Familien in schwierigen Situationen kümmert.

Das aktuelle Graffiti-Projekt ist erfolgreich, denn mittlerweile gibt es mehrere Anfragen von Schweriner Einrichtungen und sogar einer Schule, wie Sozialpädagoge Frank Werner berichtet. Die Schwerinerin Jenny Clausen betreute das Pilotprojekt. Die angehende Erzieherin ist Praktikantin beim VSP, gerührt von der Arbeit mit den Jugendlichen und stolz auf ihren Schützling, der ebenfalls aus schwierigem Umfeld kommt.

„Die Graffiti und vor allem die folgenden Nachfragen geben dem 16-Jährigen nicht nur eine Projektionsfläche für seine Kunst, sondern auch eine Perspektive für seine Zukunft“, sagt die Berufsschülerin. Seit März hat die 22-Jährige vor allem den jungen Künstler an die Hand genommen: Vorgespräche mit den VSP-Mitarbeitern, Entwürfe sichten, Kostenvoranschläge erstellen, Farbe kaufen und los legen. Das Ergebnis: ein Schild „Kreativ-Werkstatt“ und eine bunte Kellerwand. Das Projekt habe dem 16-Jährigen gezeigt, wie er ganz legal Graffiti sprayen kann und dass er dafür sogar Anerkennung bekomme, meint Jenny Clausen. Eine ganz andere Grundlage als bei illegalen Schmierereien. Für die Schwerinerin endet das Projekt mit ihrem Praktikum. Für ihren Schützling geht es weiter. Wer legale Projektionsflächen für Graffiti hat, wendet sich an den VSP unter 0385-5557200.

 

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