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Schweriner Sportstätten : Aus Sportplatz wird Wohnpark

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gelände in der Bleicherstraße war einst ein Fußballplatz

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Fußball, Handball, Volleyball: In der Landeshauptstadt wird viel Sport getrieben und das oft sehr erfolgreich. Ob in der Palmberg-Arena, im Lambrechtsgrund oder im Sportpark Lankow – überall springen, hüpfen, laufen große und kleine Schweriner. Doch die Stadt hat auch zahlreiche Sportstätten, die in Vergessenheit geraten oder mittlerweile für andere Veranstaltungen genutzt werden, wie der Sportplatz am Bleicherufer.

Der Kalender zeigt den 20. Juni 1995. Auf dem Gelände am Ufer des Ostorfer Sees in der Feldstadt versammelten sich Politiker, Bürger und Unternehmer, um das Richtfest für den Wohnpark am Bleicherufer zu feiern. Die Hanseatica Unternehmens Consulting GmbH hatte dort seit 1994 als Investor 200 Mietwohnungen bauen lassen. Auch das benachbarte Büro- und Geschäftszentrum Bleicher Ufer wurde von der Gesellschaft in Auftrag gegeben. Die Wohnungen in den neuen Blocks waren für 167 Bundes- und Landesbedienstete bestimmt, so schreibt es Udo Brinker in der Chronik der Stadt Schwerin.

Doch nicht immer wurde auf dem Areal in der Bleicherstraße gewohnt. Auch sportliche Tätigkeiten wurden hier eine Zeit lang ausgeübt, denn auf dem Gelände war eine Sportstätte angelegt. Auf dem Sportplatz an der Bleicherstraße konnten die Schweriner Fußball kicken, Handbälle werfen oder in den verschiedenen Disziplinen der Leichtathletik ins Schwitzen kommen.

Schon vor Beginn des Zweiten Weltkrieges existierte an der Stelle in der Bleicherstraße ein Sportplatz. 1934 wurde er erweitert. Zu Beginn der 1950er- Jahre musste die Sportstätte erneuert werden, denn wegen des schlechten Zustandes konnte der Platz nicht mehr genutzt werden. Am 25. Dezember 1950 wurde er geschlossen. 30 000 Mark wurden für die Renovierung investiert: Der Fußballplatz bekam einen neuen Rasen, es wurde eine neue Laufbahn und eine Sprunggrube gebaut und ein Handballplatz entstand. Im Jahr 1952 waren die Sanierungen abgeschlossen, die Sportler durften zurück auf den Platz. 42 Jahre später, 1994, mussten sie dann für immer weichen. Der Sportplatz am Bleicherufer war Geschichte.

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