Hickhack : Aus für Busse ins Umland?

 
 

Hauptausschuss befasst sich morgen mit Touren des Schweriner Nahverkehrs über die Stadtgrenzen hinaus

23-59452351_23-66108080_1416392514.JPG von
31. August 2015, 06:30 Uhr

Setzt sich jetzt in der Region die Kleinstaaterei endgültig durch? Nach SVZ-Informationen wollen die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim jedenfalls, dass die Schweriner Stadtbusse nicht mehr ins Umland fahren. Dabei war bisher immer von einem Westmecklenburg-Ticket die Rede, das die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vereinfachen sollte. Das Thema war im gemeinsamen Wirtschaftsausschuss der Stadt und der Landkreise intensiv diskutiert worden.

Bisher fahren die Stadtbusse des Nahverkehrs nach Pingelshagen, Wittenförden, Lübstorf und nach Raben Steinfeld, Pinnow, Godern und Görslow. Sie wurden vor allem von Leuten genutzt, die im Umland wohnen und in der Stadt arbeiten. Aber auch für Ältere war es eine gute Gelegenheit, zum Arzt oder zum Einkaufen nach Schwerin zu kommen.

Zur Finanzierung dieses Services gab es in den vergangenen Jahren zwar immer wieder Diskussionen. Letztlich hatte der Landkreis als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs aber zu zahlen. Zu seiner Entlastung hatte der die Kommunen jedoch aufgefordert, sich finanziell zu beteiligen. Denn in die Dörfer am Stadtrand fahren überdurchschnittlich viele Busse – verglichen mit anderen Orten im Landkreis. Dem war Pinnow beispielsweise nachgekommen.

Nun wollen die beiden Landkreis den Busverkehr offenbar selbst übernehmen. Sie sollen der Meinung sein, dass sie die Leistung „besser“ erledigen können. Allerdings müssten sie dann Haltestellen in der Stadt anfahren. Bisher dürfen sie das offiziell nur am Bahnhof und am Marienplatz. Für Lankow, die Von-Stauffenberg-Straße oder Neumühle müsste die Stadt eine Genehmigung erteilen.

Das erscheint jedoch unwahrscheinlich, denn schon jetzt gibt es ein Hickhack um die Nutzung der so genannten Versorgungstrasse, die Goethestraße. Und der Nahverkehr klagt immer wieder, dass die Umlandbusse „seine“ Haltestellen im Stadtgebiet anfahren. Dadurch entstünde Parallelverkehr, dem städtischen Unternehmen würden Einnahmen entgehen.

Über die Pläne der Landkreise soll nun der Hauptausschuss auf seiner morgigen Sitzung informiert werden. Dann, so hieß es aus der Verwaltung, soll auch über die Reaktion Schwerins geredet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen