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Schweriner Helios sucht weiter nach Chefarzt : Augenklinik auf Notfälle vorbereitet

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Die Zukunft der Augenklinik in Schwerin ist weiter ungeklärt. Noch immer wird ein neuer Chefarzt gesucht. Doch keine Sorge: Das bisherige Team sichert die Bereitschaft über Weihnachten und den Jahreswechsel ab.

svz.de von
erstellt am 24.Dez.2012 | 10:16 Uhr

Lewenberg | Die Zukunft der Schweriner Augenklinik ist weiterhin ungeklärt. "Es gibt keinen neuen Stand", sagt die Leiterin der Helios-Unternehmenskommunikation in der Region, Sigrid Jürgensmann, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Krankenhaus-Leitung bemühe sich weiterhin um eine Nachfolge für den ausgeschiedenen Chefarzt, Prof. Dr. Frank Wilhelm, und um eine Lösung für die künftige augenärztliche Notfallversorgung. Niedergelassene Augenmediziner aus Schwerin und Umgebung seien angefragt worden, ob sie für eine Mitarbeit bei einem Notdienst zur Verfügung stehen, so Jürgensmann.

Keine Sorgen müssen sich die Bürger in Westmecklenburg allerdings um die Versorgung von Notfällen während des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels machen. "Das bisherige Ärzteteam der Augenklinik sichert den Notdienst ab", betont Prof. Wilhelm, der die Klinik eigentlich im November verlassen hat, um als Arzt in Greifswald zu arbeiten, aber immer noch zwischen seiner Praxis in der Hansestadt und dem Krankenhaus in Schwerin pendelt. "Dass die Notfallbereitschaft in der Landeshauptstadt bis Ende Dezember garantiert ist, war nie eine Frage", so der ehemalige Chefarzt.

Neben Prof. Wilhelm verlassen auch alle vier Oberärzte und weitere sechs Assistenzärzte die Schweriner Augenklinik. Von Januar an wird nur noch eine Assistenzärztin aus dem bisherigen Team die Stellung halten (wir berichteten). Mit Unterstützung von Honorarkräften solle zunächst die stationäre Grundversorgung aufrechterhalten werden, versicherte der Ärztliche Direktor der Schweriner Helios-Kliniken, Dr. Rüdiger Karwath, Anfang des Monats gegenüber SVZ. Die Suche nach einem Nachfolger für Prof. Wilhelm laufe auf Hochtouren. Wenn ein neuer Klinik-Leiter gefunden sei, könnten auch die vakanten Posten der Oberärzte und Assistenzärzte besetzt werden, so Karwath.

Besorgt über die Situation an der Schweriner Augenklinik zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung MV, Dr. Dieter Kreye. Über den jetzigen von der Kassenärztlichen Vereinigung organisierten - allgemeinen - Bereitschaftsdienst hinaus noch eine eigenständige augenärztliche Notfallbereitschaft von niedergelassenen Ärzten verpflichtend auf die Beine zu stellen, sei allerdings nicht leistbar, erklärte er.

Sollte es bis zum Jahresbeginn keine Lösung für den augenärztlichen Notdienst in Schwerin geben, hätten die Patienten in der Landeshauptstadt und der Region das Nachsehen. Bei Augenverletzungen müssten sie nach Praxisschluss etwa den Weg zu den Uni -Kliniken in Rostock und Lübeck auf sich nehmen.

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