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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 23:27 Uhr

Schwerin : Aufstieg in den Kunsttempel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Galerie am Alten Garten hat historischen Eingangsbereich zurückbekommen / Restaurierte Silberkammer im Schlossmuseum eröffnet

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 07:50 Uhr

Das Schweriner Schlossmuseum ist um eine Attraktion reicher: Kulturminister Mathias Brodkorb eröffnete am Sonnabend die restaurierte Silberkammer in der Nähe der Hofdornitz. „Silberkammer – wer denkt bei diesem Begriff nicht an einen Schatz“, sagte Brodkorb vor zahlreichen Gästen. Tatsächlich erhöhe die Kammer noch einmal die Bedeutung des Schlosses als kultureller Identifikationspunkt – und sei ein Argument mehr bei den Bemühungen um die Aufnahme des Schlossensembles in die Welterbeliste der Unesco, so der Minister.

Mehr als 100 Einzelstücke, darunter Terrinen, Teller, Bestecke, Becher und Kannen, werden in der Silberkammer präsentiert. Die Exponate stammen überwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die meisten und prächtigsten Stücke wurden erst nach 1989 erworben, oft mit Hilfe von Förderern, wie Museumsdirektor Dr. Dirk Blübaum betonte.

Zu den Glanzstücken der Sammlung auf rund 100 Quadratmetern zählen zwei voluminöse Deckelterrinen auf zugehörigen Présentoirs – ein Geschenk der Stadt Schwerin zur Vermählung von Großherzog Friedrich Franz IV. mit Prinzessin Alexandra im Jahr 1904. Rund 1,27 Millionen Euro kostete die Restaurierung der Silberkammer. Möglich wurde sie durch Bundesmittel aus dem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“.

Geld aus diesem Programm floss auch in die 350 000 Eure teure Sanierung der großen Treppe, die zur Galerie Alte & Neue Meister am Alten Garten führt. Und so waren Minister Brodkorb und Direktor Blübaum am Sonnabend gleich noch einmal gefordert. Zusammen mit Claudia Henning vom Betrieb für Bau und Liegenschaften gaben sie mit einem Scherenschnitt den Weg zum neuen Haupteingang des Staatlichen Museums in Schwerin frei. Besucher können das Gebäude nun wieder so betreten, wie es sich Architekt Hermann Willebrand einst gedacht hatte – über eine mächtige Freitreppe, die wie auf einen Tempel führt. „Mit der Wiederherstellung der Treppe ist für mich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte Direktor Blübaum. Im oberen Foyer des Museums befinden sich nun Kasse und Info-Point. Der barrierefreie Zugang ist dank eines Fahrstuhls gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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