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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 06:54 Uhr

Schweriner Zoo : Aufsichtsrat segnet Zoo-Konzept ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Tierpark setzt künftig verstärkt auf bedrohte Arten. Arbeiten für neues Löwengehege sollen noch in diesem Jahr beginnen

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Der Schweriner Zoo will sich für die Zukunft neu aufstellen, den Sanierungsstau vergangener Jahre nach und nach abarbeiten. Für sein Entwicklungskonzept hat Direktor Dr. Tim Schikora jetzt grünes Licht vom Aufsichtsrat erhalten – mit einem einstimmigen Votum. Er freue sich, dass der Aufsichtsrat seinen Vorstellung gefolgt sei, sagt Schikora im Gespräch mit unserer Zeitung.

In seinem Konzept für die nächsten zehn Jahr hat der Direktor dem Tierpark eine Neuausrichtung und eine Verjüngungskur verordnet. Der Zoo werde die Haltung von Tierarten weiter verstärken, die vom Aussterben bedroht seien, erklärt Schikora. Besondere Tiere und ein markanter Bestand sollen die Attraktivität des Tierparks weiter erhöhen (SVZ berichtete).

Sinnbild für die Umbruchsphase, in der sich der Zoo derzeit befindet, ist die Erweiterung der bisherigen Nashorn-Anlage: Die Tiere bekommen mehr Platz, die Gäste erhalten neue Einblicke. „Wir haben jetzt mit dem Bau der Besucher- und Info-Hütten begonnen. Außerdem werden gerade die Außenzäune gesetzt“, berichtet Schikora. Beim Fest zum 60-jährigen Bestehen des Zoos Ende Juli soll die neue Anlage eingeweiht werden.

Ehrgeiziger noch als das Nashorn-Projekt sind die Pläne des Direktors für das neue Löwengehege. So soll nicht nur Platz für mehrere Löwen geschaffen werden, sondern auch die Afrika-Savanne bis zum Nashorn-Areal verlängert und der Eingangsbereich des Zoo umgestaltet werden. Rund 4,5 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. „Das Land hat uns eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt“, sagt Schikora. Im Spätsommer möchte er die konkreten Baupläne vorlegen, möglichst noch in der Nebensaison im Winter sollen dann die Arbeiten im Zoo beginnen.

So lange müssen sich aber die Freunde des Bauernhofes im Schweriner Zoo nicht mehr gedulden. Nach dem Umbau des Hofes ziehe bereits wieder Leben auf dem Gelände ein, betont der Direktor. Zu Pfingsten würden Bauernhof und Streichelgehege offiziell wieder eröffnet.

Mit vier Totenkopfäffchen und vier Schwalbensittichen sind in den Zoo der Landeshauptstadt in den vergangenen Wochen auch schon weitere bedrohte Tiere eingezogen. „Es wird im Zoo künftig nicht weniger Arten geben als bisher“, versichert Schikora, der seine Pläne für die Entwicklung des Tierparks auch noch den Stadtvertretern vorstellen will.

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