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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 07:50 Uhr

Andreas Auer : Auf niederdeutscher Bühne zu Hause

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schauspieler Andreas Auer lebt für das plattdeutsche Theater und ist bald als Kommissar Teuber im E-Werk zu sehen

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 23:30 Uhr

Im neuesten Stück der Fritz-Reuter-Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters „Leiw naah Stunnenplan“ spielt Andreas Auer den Kommissar Teuber, eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert scheint. „Ich mag kauzige Typen“, sagt der Schauspieler, der gern mit seiner Gitarre unterwegs ist. Eine Lieblingsrolle jedoch hat er nicht. „Ich bin Schauspieler, ich spiele das, was ich soll“, betont er und fügt hinzu: „Ich liebe Theater.“

Und das schon ziemlich lange. Am 1. August 1979 kam er ans Mecklenburgische Staatstheater. „Die Fritz-Reuter-Bühne suchte einen Nachfolger für die Rolle des jugendlichen Helden, den bis dahin immer Manfred Brümmer gespielt hatte. Ich ging zum Vorsprechen bei Rudolf Korf und wurde genommen, allerdings mit Auflagen“, erzählt Auer. „Ich wurde zur Stimmbildung verdonnert.“ Auer brachte die beiden Grundvoraussetzungen mit, die bis heute sein Spiel auszeichnen: Die perfekte Beherrschung der niederdeutschen Sprache und Vielseitigkeit. Mit 21 Jahren erhielt er von Intendant Fritz Wendrich seinen Vertrag.

Seither hat Andreas Auer so ziemlich alles gespielt, was man spielen kann: vom Teufel mit den drei goldenen Haaren als Weihnachtsmärchen auf Platt über Käptn Priem als Klassenzimmerstück bis zu Goethes Faust. „Da geht man natürlich mit Ehrfurcht ran. Das war schon eine Herausforderung. Aber wir hatten eine wunderbare plattdeutsche Fassung von Friedrich Karl Schäfer, die von Bernd Rainer Krieger inszeniert wurde“, erinnert er sich.

Die Fritz-Reuter-Bühne ist Andreas Auer ans Herz gewachsen. Vor allem mag er die Nähe zum Publikum. „Die große Bühne ist nicht meins. Ich suche den Kontakt mit den Menschen. Das geht im E-Werk gut, wenngleich die 100 Plätze dort etwas wenig sind. Die Kammerbühne früher war optimal. Viel Spaß machen mir aber auch die Auftritte im Sommer in Mueß oder wenn wir auf Gastspiel gehen“, erzählt der Schauspieler, der bis zu 220 Auftritte im Jahr hat. Und weil ihm das manchmal noch nicht reicht, geht er auch privat auf Tour: mit seinem Programm „(S)Auer macht lustig“.

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