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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 17:06 Uhr

Post vom Papst : Auf der Jagd nach Autogrammen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Giovanna Hagenstein korrespondiert seit vier Jahren mit den europäischen Adelshäusern – jetzt gab es sogar Post vom Papst

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Für den Papst macht Giovanna Hagenstein eine Ausnahme. Denn seit Jahrzehnten sammelt sie zwar Autogrammkarten berühmter Leute. Doch seit 2010 pflegt sie ein neues Steckenpferd: den europäischen Hochadel. Sie schreibt Geburtstagsgrüße an die Queen, verschickt beste Wünsche zur Krönung an den niederländischen König und gratuliert Madeleine Thérèse Amelie Josephine, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Hälsingland und Gästrikland, zur Hochzeit mit Chris O'Neill. Und alle schicken Dankes- und Antwortschreiben zurück an
Giovanna Hagenstein ins Mueßer Holz. Vor wenigen Tagen nun erhielt sie auch Antwort aus dem Vatikan. Dass sie Papst Franziskus zur Wahl gratuliert hatte, war fast schon in Vergessenheit geraten.

Zwar gehört der Papst nicht zu den Adelshäusern Europas. Aber mal ehrlich: Der Papst steht da in der Hierarchie doch noch weit drüber! Also bekommt auch die Post des Heiligen Vaters einen Ehrenplatz bei Giovanna Hagenstein. Erst recht, wenn Prälat Peter B. Wells im Auftrag des Papstes so nette Worte findet: „Freundlich teile ich Ihnen mit, dass wegen der Vielzahl ähnlicher Anfragen und der großen Beanspruchung Seiner Heiligkeit als Hirte der universalen Kirche den zahlreichen Wünschen nach Autogrammen oder handschriftlichen Widmungen leider nicht entsprochen werden kann. Gerne übersende ich Ihnen aber ein Bild von Papst Franziskus mit einem Faksimiledruck seiner Unterschrift.“

„Der Brief kam am 1. April. Als ich meinem Mann davon erzählt habe, hat er gedacht, ich will ihn in den April schicken“, erzählt Giovanna Hagenstein lachend. Klar, seine Frau sammelt ja sonst nur royale Post…

Und davon hat sie schon eine ganze Menge. Mit dem schwedischen Königshaus gibt es quasi schon einen regelmäßigen Schriftverkehr. Erst vor wenigen Tagen hatte sich Königin Sylvia bei der Schwerinerin für die freundlichen Weihnachtsgrüße bedankt – mit einer Foto-Karte. Die Sammelleidenschaft von Giovanna Hagenstein hatte auch mit Stockholm begonnen. 2010 hatte sie Victoria Ingrid Alice Désirée, Kronprinzessin von Schweden, und ihrem Mann Daniel zur Trauung einen Bildband von Schwerin geschickt. Das Antwortschreiben aus Stockholm war auf Deutsch verfasst und beinhaltete als Dankeschön ein Hochzeitsfoto des Paares. Die prompte Antwort Anfang 2011 war für die Schwerinerin Anlass genug, auch in anderen Adelshäusern als Botschafterin Mecklenburg-Vorpommerns vorstellig zu werden. Ebenfalls mit einem Bildband hatte sie beispielsweise William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor, Duke of Cambridge, besser bekannt als Prinz William, gratuliert, als er seine Kate heiratete. „Auch da habe ich ein Dankschreiben bekommen“, sagt die Schwerinerin stolz. Selbstredend hat sie dem royalen Paar auch zur Geburt und zur Taufe von Prinz George gratuliert. Das offizielle Tauffoto hat längst einen besonderen Platz in der Sammlung von Giovanna Hagenstein gefunden.

Ein besonderes Antwortschreiben von der Insel – auf feinstem Büttenpapier – hat ebenfalls einen Ehrenplatz bei Giovanna Hagenstein: Die Queen hatte sich für den in deutscher und englischer Sprache verfassten Bildband über Mecklenburg-Vorpommern bedankt, den ihr die Schwerinerin zum 60-jährigen Thronjubiläum geschickt hatte.

Noch stehen die meisten der Bilder aus den Königshäusern in der Schrankwand ihres Zimmers im Mueßer Holz. „Ich möchte aber gerne ein besonderes Fotobuch daraus machen“, erzählt die Schwerinerin. Das ist nämlich auch ein Hobby von ihr. Zahlreiche Alben in Erinnerung zahlreicher Urlaubsreisen mit ihrem Mann – vorzugsweise nach Schweden – hat sie bereits erstellt. Und darüber hinaus hat sie noch einen besonderen Wunsch: Sie würde gern einmal nach London reisen und den Palast der Königin besuchen. „Das geht nämlich, wenn die Queen im Sommer auf ihrem Landsitz ist“, berichtet die Adelsexpertin. Einen ganz konkreten Termin hat sie dafür aber noch nicht ausgemacht.

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