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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 22:06 Uhr

Schweriner Industrie : Auf den Spuren der Industrie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt hat Ausflugs-Route mit 20 Stationen erarbeitet: Fokker-Werke, Hafen, Fernsehturm, Schlachthof und Drehbrücke sind dabei

von
erstellt am 19.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Sie kamen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und MV: Viele hundert Interessierte besuchten die Schleifmühle und den Hafen am Ziegelsee anlässlich der „Tage der Industriekultur“. Die Aktion der Metropolregion Hamburg mit 380 Veranstaltungen an 131 Denkmalen in 68 Orten hat sich für Schwerin bezahlt gemacht.

Der Hafen am Ziegelsee war das erste Industriegebiet der Stadt. Norbert Credé und acht Mitstreiter vom Historischen Verein erzählten von der Entwicklung des 1859 befestigten Liegeplatzes hin zum Hafen mit 2000 Beschäftigten im Jahr 1972, vom Niedergang der dortigen Industrie und dem Aufstieg zum beliebten Wohngebiet. „Auch ehemalige Mitarbeiter der Industriebetriebe kamen an unseren Stand“, sagte Norbert Credé, der seine Geschichtskenntnisse um weitere Zeitzeugen-Berichte erweitern konnte.

Und Schwerin setzt auch künftig auf historische Maschinen und alte Betriebe: Als zweite Stadt der Metropolregion hat sie jetzt eine regionale Route der Industriekultur mit 20 Stationen erarbeitet. Das Faltblatt mit Karte ist ab sofort in der Tourist-Information und im Bürgerbüro erhältlich.

Das industriekulturelle Potenzial der Landeshauptstadt ist größer, als viele glauben. Tonangebend für seine Zeit waren das Elektrizitätswerk am Pfaffenteich, die Fokker-Werke, das Maschinenhaus des Theaters und der Fernsehturm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde massiv Industrie in der späteren DDR-Bezirkshauptstadt angesiedelt. Das Klement-Gottwald-Werk wurde als Hersteller von Schiffsmaschinen ein wichtiger Teil der DDR-Schiffbauindustrie. Der ehemalige Flugplatz in Görries wurde im Jahr 1975 ein Industriegebiet mit 3000 Beschäftigten. Und auf einem ehemaligen Militärstandort wurde bis 1961 das Industriegebiet Sacktannen mit Getriebe-, Kabel- und Plastverarbeitungswerk etabliert. Zur neuen touristischen Route gehören außerdem Wasserwerk und Wasserturm Neumühle, die Gaststätte „Panorama“, das KIW Vorwärts, die Eisengießerei Klingebiel, Hauptbahnhof und Eisenbahnmuseum, der Speicher Löwenthal, Nord & Co., die Brauerei C. Strauß sowie Schall & Schwencke, Hafen am Ziegelsee, Drehbrücke am Schloss, Schleifmühle, Schlachthof und das Chaussee-Einnehmerhaus in Mueß.


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