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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 20:06 Uhr

Stadthistorie : Auf den Spuren der Gründerzeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rundgang zum Weltgästeführertag: Hartmut Völtz nahm Geschichtsinteressierte mit auf eine Tour vom Hauptbahnhof zum Café Prag

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2016 | 23:33 Uhr

Zwei Grad, Nieselregen, ein kräftiger Wind: Wetterfest musste schon sein, wer am Sonnabendmorgen am Rundgang zum Weltgästeführertag teilnahm. Aber er wurde auch belohnt – mit Wissen über die Stadt und ihre Bauwerke. Mehr als 30 Interessierte nahm Gästeführer Hartmut Völtz am Hauptbahnhof in Empfang und begleitete sie die Wismarsche Straße entlang in die Innenstadt – immer auf den Spuren der Gründerzeit.

Einen einheitlichen Gründerzeitstil gäbe es auch in Schwerin nicht, erklärte Völtz. So versteckten sich seine Spuren in der Neogotik, der Neorenaissance, der Neoromatik oder dem Neubarock. Acht Gebäude stellte der Gästeführer auf seiner Tour vor. Schon zum Hauptbahnhof, 1890 eingeweiht, wusste Völtz eine Menge zu berichten.

Georg Witzel hörte aufmerksam zu. „Ich interessiere mich sehr für die Geschichte unserer Stadt, deshalb mache ich bei der Führung mit“, sagte der Schweriner. Im ehemaligen Wohnhaus der Baumeisterfamilie Clewe in der Wismarschen Straße 141, 1904 bezogen, durften die Teilnehmer der Führung dann auch mal einen Blick in das Innere des Gebäudes werfen. Dr. Roger Eibel, der heutige Besitzer, öffnete gern die Türen für die Gäste. „Es ist schon etwas Besonderes in einem Haus zu wohnen, das so viel Geschichte und Tradition atmet“, betonte er.

Weiter ging es zum Perzina-Haus, ebenfalls in der Wismarschen Straße. Die nächsten Stationen: die Sparkassen-Filiale an der Ecke Arsenalstraße, die alte Hauptpost, das Zigarrenhaus Preussler und das frühere Bank-Gebäude in der Friedrichstraße. Endpunkt der Führung: die Hofkonditorei Krefft, das heutige Café Prag, erbaut auch von Ludwig Clewe. „Eine sehr interessante Führung“, lobte Katharina Ebel. „So lernt man auch mal unbekanntere Seiten von Schwerin kennen.“

Und es war nicht die einzige Führung zum Weltgästeführertag, der offiziell am Sonntag begangen wurde. Es gab auch noch andere Rundgänge.

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