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Forum in Stralendorf : Auf den Pflegefall vorbereitet sein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Forum in Stralendorf rückte oft verdrängtes Thema in den Mittelpunkt: Grundlagen und Hilfsangebot vorgestellt

„Und plötzlich ein Pflegefall – was nun?“ Auf diese Frage versuchten die SPD-Landtagsabgeordneten Elisabeth Aßmann und Jörg Heydorn sowie drei Fachfrauen aus dem Pflegebereich am Donnerstagabend beim Forum „Fraktion vor Ort“ in der Stralendorfer Amtsscheune Antworten zu geben. Ein Fazit fiel nach mehr als drei Stunden schwer. „Ich habe viel gelernt und erfahren, dass die beiden Mitarbeiterinnen vom Pflegestützpunkt Ludwigslust viel näher an den betroffenen Menschen dran sind, als ich es erwartet hatte“, gestand Gastgeberin Elisabeth Aßmann. Die direkt gewählte Landtagsabgeordnete für die Region Stralendorf, Hagenow, Wittenburg hatte sich für den Auftakt dieser SPD-Aktion extra das Thema Pflege ausgesucht, weil es jeden treffen kann und im immer älter werdenden MV immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das untermauerten auch der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jörg Heydorn und Diane Hollenbach vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in ihren Hintergrundbeiträgen.

Wie alle die gesetzliche Regelungen, die Hilfsangebote und die Pflegeeinrichtungen einzuordnen sind, das haben Sylke Seehase und Kerstin Ehlert erklärt. Die Frauen arbeiten im Pflegestützpunkt Ludwigslust, sind im alten Landkreis Ludwigslust auf Achse, um sich um Ratsuchende mit und ohne Anspruch auf Pflegeleistungen zu kümmern. Auch deren Angehörige erhalten im Pflegestützpunkt Informationen und Hilfestellungen. Von den unabhängigen Beratungsstellen gibt es 14 in MV. 52 Berater sind dort tätig. Für Betroffene und Angehörige, für die sich die Frage „Und plötzlich ein Pflegefall – was nun?“ stellt, sind dort an der richtigen Adresse. Die Tür eines Pflegestützpunktes ist dabei für jeden offen und auch nicht vom Wohnort abhängig. Einwohner aus dem Schweriner Umland müssen also nicht nach Ludwigslust, Parchim oder Wismar fahren, sie können auch im Schweriner Stadthaus nachfragen. Und das kann auch geschehen, wenn der Pflegefall noch nicht eingetreten ist. „Aber über Pflege wird zumeist erst geredet, wenn der Fall schon eingetreten ist“, betont Aßmann. Dabei sei eine Vorbereitung auf diese mögliche Lebenssituation wichtig und wünschenswert

Einig waren sich alle Fachleute zudem, dass die Hilfe zum Erhalt der Selbstständigkeit sowie die Betreuung zu Hause statt im Heim vorrangige Ziele sein müssen. Die Veränderungen in der Pflegeversicherung gehen genau in diese Richtung, wie Heydorn ausführte. Der Landtagsabgeordnete sprach sich für den weiteren Ausbau der Pflegestützpunkte aus – nicht nur bei Anzahl und Personal, sondern auch bei den Aufgaben bis hin zur Wohnraum-Beratung.


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