Schwerin : Auf dem Wasser wird es leerer

Bis Ende Oktober wird der Hafen des Segelclubs Schlossbucht Schwerin leer sein.
Bis Ende Oktober wird der Hafen des Segelclubs Schlossbucht Schwerin leer sein.

Segler holen ihre Boote vom Schweriner See

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04. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Das Thermometer mag sich nur noch knapp über die zehn Grad Celsius quälen, der Himmel bleibt dunkel, es ist windig und immer wieder öffnet Petrus seine Schleusen. Es sind die klarsten Anzeichen: Der Sommer 2019 hat seinen letzten warmen Atem ausgehaucht. Doch was macht das mit den Menschen und dem Leben in unserer Stadt? In dieser Serie schauen wir, was der endende Sommer für Konsequenzen hat. Heute im Blick: die Wassersportler.

Die Sonne glitzert auf dem Wasser. Kein Segler ist auf dem Schweriner See unterwegs. „Im Grunde ist die Saison vorbei“, sagt Thomas Wagner, Vorsitzender des Segelclubs Schlossbucht (SCS). Doch noch sind die meisten Liegeplätze des Vereins belegt. Bis Ende Oktober wird der Hafen jedoch leer sein. Dann ist die Saison für die Segler wirklich beendet.

Wenn die Wassersportler ihre Boote in diesem Monat vom See holen, heißt es erstmal sauber machen. „Unter der Wasserlinie sammelt sich im Laufe des Sommers viel Biomasse am Rumpf“, sagt Wagner. Die muss ab, am besten sofort. „Wenn das erstmal getrocknet ist, wird es richtig schwierig.“

Auch an anderen Stellen hat der SCS Probleme mit Trockenheit. Der Pegel des Schweriner Sees sei zu niedrig, so Wagner. Eine Reihe mit Liegeplätzen musste den ganzen Sommer frei bleiben. Die Boote würden sonst auf Grund laufen. „Und die Holzpfähle faulen“, sagt der Vorsitzende. Die wurden erst vor etwa zwei Jahren neu gesetzt. Der Teil, der im Wasser stand und durch den geringeren Pegel nun frei liegt, verrottet. „Wir können nichts dagegen tun“, so Wagner.

Trotzdem blickt der pensionierte Staatsanwalt optimistisch in die Zukunft. Denn auf dem Schweriner See fühlt er sich bereits seit mehr als 50 Jahren wohl. Die nächste Segelsaison kann er kaum erwarten.

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