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Schwerin: Heiße Phase des vierspurigen Ausbaus : Auf dem Obotritenring wird es eng

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Das wird eng für Autofahrer. Der Obotritenring wird ab Ende Juli, Anfang August zum Nadelöhr. Dann werden die Fahrspuren zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Bürgermeister-Bade-Platz komplett gesperrt.

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erstellt am 03.Jul.2013 | 06:47 Uhr

Weststadt | Das wird eng für Autofahrer. Eine der meist befahrenen Straßen der Stadt, der Obotritenring, zwischen Bürgermeister-Bade-Platz und Robert-Belz-Straße wird ab Ende Juli, Anfang August zum Nadelöhr. Dann werden die Fahrspuren auf der südliche Straßenseite zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Bürgermeister-Bade-Platz komplett gesperrt. Außerdem wird die Ampelanlage am Platz umgestellt. Der Grund: Der vierspurige Ausbau des Obotritenringes.

"Dies ist die komplizierteste Baustelle in Schwerin", sagt Bauleiter Martin Schmidt von der Baufirma Strabag. "Hier scheinen so ziemlich alle Versorgungsleitungen der Stadt durchzulaufen." Das Problem dabei: Etliche Leitungen waren nicht bekannt. Sie waren in keinem Plan eingezeichnet. Andere gehörten der Deutschen Bahn. "Das Unternehmen ist recht schwerfällig. Es dauert, bis man von dort eine Entscheidung bekommt." Alle diese Leitungen mussten aber umverlegt werden, bis eine Spundwand zur Sicherung des südlichen Hanges gebaut werden konnte. Doch nun kann es endlich "richtig" losgehen. "Wir haben etwa ein halbes Jahr für die Bauvorbereitungen gebraucht", sagt Schmidt. Länger als geplant. Was wiederum die Stadtwerke in Schwierigkeiten bringt. Denn die müssen während der Bauzeit der Straße eine Pumpstation und eine Abwasserdruckrohrleitung oberirdisch verlegen. Deren Betrieb ist im Winter aber nicht möglich. Deshalb kann das System erst im Frühjahr in Betrieb genommen werden. Dadurch verschieben sich alle anderen Arbeiten weiter nach hinten. "Dazu kommt, dass wir uns mit allen anderen Straßenbaustellen in der Stadt eng abstimmen müssen, um kein komplettes Verkehrschaos in Schwerin zu bekommen", so Martin Schmidt.

Ist alles fertig, so sind weitere 350 Meter der Hauptverkehrsader auf vier Fahrstreifen zu nutzen. Weiter wird es für die Autofahrer vorläufig nicht so komfortabel voran gehen. "Der Ausbau des letzten Teilstückes bis zur Robert-Beltz-Straße ist derzeit noch völlig offen", sagt Baudezernent Wolfram Friedersdorff. "Die Finanzierung ist bisher nicht gesichert."

Auch der Tempo-30-Versuch auf dem gesamten Obotritenring liegt weiter auf Eis. Die städtische Verwaltung will das Thema noch einmal mit dem Bauausschuss diskutieren. "Ich hoffe, dass wir auf der ersten Sitzung nach der Sommerpause am 8. August zu einem endgültigen Ergebnis kommen", sagt der Leiter des Amtes für Verkehrsanlagen, Bernd-Rolf Smerdka.

Unabhängig von dieser Entscheidung wird in der Nähe des Bürgermeister-Badeplatz aber nun erstmal gebaut. Den Fertigstellungstermin für den vierspurigen Ausbau des Obotritenringes gibt Bauleiter Schmidt mit Herbst 2014 an. "Wir werden etwa ein Jahr später fertig, als ursprünglich geplant."

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