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Spendenbitte in Traueranzeigen : Auf dem letzten Weg noch helfen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner startet Initiative, in Traueranzeigen Spendenbitten für Vereine und gemeinnützige Institutionen zu platzieren

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 14:00 Uhr

Manfred Walther hat genau nachgeschaut: In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte jede dritte Traueranzeige einen Spendenaufruf, im Hamburger Abendblatt war es jede fünfte im April. In der Hamelner Zeitung immerhin jede zehnte, in der Neuen Zürcher Zeitung hatte sogar jede zweite Traueranzeige eine Spendenbitte. „Das kann doch auch in Schwerin funktionieren“, sagt der ehemalige Sparkassendirektor, der in der SVZ unter 100 Traueranzeigen lediglich dreimal den Vermerk „Statt Blumen und Kränzen bitten wir um…“ fand. Deshalb hat Manfred Walther jetzt Schweriner Vereine, Kirchgemeinden und Institutionen angeschrieben, ob sie „in Gesprächen mit ihren Mitgliedern oder sogar in schriftlichen Informationen an ihre Mitglieder den Hinweis geben können, im Trauerfall doch eine Spendenbitte in die Traueranzeige mit aufzunehmen“. Das gleiche Schreiben schickte er an alle Bestattungsunternehmen. „In unserer Region werden solche Bitten wesentlich seltener geäußert. Und das, obwohl wir hier doch viel dringender solche Zuwendungen benötigen, um unseren vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden“, sagt Walther.

Der Vorteil liegt für den Senior, der selbst schon entsprechend für sich vorgeplant hat, auf der Hand: „Der Verstorbene hilft nicht nur, sondern bleibt beim Spendenempfänger allein schon durch den jährlichen Kassenbericht für lange Zeit in Erinnerung“, so Walther. „Und Hinterbliebene werden nicht belastet.“

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