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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 18:57 Uhr

Polizei : Auch Touristen steuern Wache an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizeistation Mitte seit einem Jahr in der Schlossstraße: Schweriner begrüßen Standort, Beamte mit Arbeitsbedingungen zufrieden

von
erstellt am 20.Dez.2014 | 12:00 Uhr

Dass er einmal einem Kollegen aus Australien aus der Patsche helfen würde, das hat sich Polizeihauptmeister Reinhard Witt wohl auch nicht träumen lassen. Aber wer in der Polizeistation in der Schlossstraße seinen Dienst versieht, der muss auf alle Eventualitäten gefasst sein. Dem Polizisten aus Down Under jedenfalls war im Urlaub in Deutschland das Hörgerät abhanden gekommen. „Für seine Versicherung brauchte er eine Bestätigung des Verlustes“, erzählt Witt. Und eine solche Bescheinigung habe er ihm dann auch gerne ausgestellt – in Amtshilfe sozusagen.

Seit einem Jahr befindet sich die Innenstadt-Wache der Schweriner Polizei wieder in der Schlossstraße 10, wo sie vor dem Zwischenspiel am Marienplatz auch schon ihren Sitz hatte. „Die Räume in der Schlossstraße sind heller und größer als am Marienplatz, die Arbeitsbedingungen viel besser geworden“, sagt Polizeihauptmeister Carsten Schünemann, der wie Reinhard Witt zum Team der Polizeistation-Mitte gehört. Und auch von den Bürgern werde die neue alte Wache in dem sanierten Gebäude sehr gut angenommen.

Die Beamten der Station sind Ansprechpartner, Touristenführer und Seelsorger. Hauptgeschäft sei aber natürlich die Aufnahme von Anzeigen, betont Schünemann. Ob Fahrrad- oder Taschendiebstahl, Schlägerei oder Unfall – in der Wache in der Schlossstraße werde den Betroffenen geholfen. Manche Bürger kämen sogar vom Dreesch oder aus Lankow extra in die Innenstadt, um in der Polizeistation eine Anzeige aufzugeben, berichtet Reinhard Witt.

„Für viele Schweriner ist die Schlossstraße einfach ein Begriff“, erklärt Polizeihauptmeister Olaf Helms, der als Kontaktbereichsbeamter für die Werdervorstadt, Schelfwerder und die Schelfstadt zuständig ist und seinen Stützpunkt in der Wache-Mitte hat – wie übrigens auch seine Kollegen Dörte Wetzel und Helmut Geese, die sich um die Paulsstadt bzw. die Altstadt kümmern. So gäbe es Bürger, die regelmäßig in der Station vorbeischauten und ihr Herz ausschütteten, unterstreicht Carsten Schünemann. Auch Innenminister und Dienstherr Lorenz Caffier sehe häufiger mal vorbei und frage „Wie läufts denn?“

Glücklich machen konnten Schünemann und seine Kollegen jetzt einen älteren Herrn aus Ludwigslust, dem das Portmonee stibitzt worden war. „Die Geldbörse wurde wieder gefunden – und enthielt noch alle Papiere“, schildert Reinhard Witt. „Das ist für mich das schönste Weihnachtsgeschenk“, habe der Mann gesagt.

Die Polizeistation in der Schlossstraße ist aber nicht nur Anlaufstelle für Einheimische, sondern auch für Touristen. So meldete sich jüngst ein Rentner aus Schleswig-Holstein in der Wache, der beim Stadtbummel die Orientierung verloren hatte und nicht mehr zurück zu seinem Bus fand. Die Beamten nahmen Kontakt zum Reiseunternehmen auf und chauffierten den Rentner mit dem Streifenwagen zum Parkplatz an der Grünen Straße, wo sein Bus schon auf ihn wartete.

 

 

 

 

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