Schwimmhalle : ASK scheitert – Abriss geht weiter

Noch hat das Verwaltungsgericht nicht über den Dankmalstatus der Lankower Halle entschieden – doch das Stadtparlament will mit dem Abriss nicht auf ein Urteil warten.
Noch hat das Verwaltungsgericht nicht über den Dankmalstatus der Lankower Halle entschieden – doch das Stadtparlament will mit dem Abriss nicht auf ein Urteil warten.

Die Mehrheit der Stadtvertreter spricht sich gegen einen Abrissstopp für die Lankower Schwimmhalle aus

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22. September 2015, 21:00 Uhr

Die Diskussion um die Schwimmhalle in Lankow reißt nicht ab. Eneut mussten sich die Stadtvertreter auf Antrag von Anita Gröger von der Aktion Stadt und Kulturschutz mit dem Thema beschäftigen. Sie hatte zunächst gefordert, dass die Oberbürgermeisterin gemeinsam mit der Denkmalbehörde der Stadt überlegen sollte, wie die Halle doch noch unter Denkmalschutz gestellt werden kann. Außerdem sollte in einem Bürgerbegehren gefragt werden: „Soll am Abriss der Schwimmhalle Lankow festgehalten werden?“

Anita Gröger betonte, dass es um mehr als nur den Denkmalschutz für die Schwimmhalle gehe. „Städtisches Eigentum zu verkaufen, ist keine Lösung. Die Halle gehört schließlich uns allen.“

Unterstützung erhielt die ASK-Vertreterin von den Bündnisgrünen. „Wir sollten mit dem Abriss warten, bis das Verwaltungsgericht entschieden hat“, sagte Arndt Müller. „Das Verfahren kann auch gegen die Stadt ausgehen.“ Und dann könnte eine drastische Geldstrafe drohen. „Es wäre eine Maßnahme der Besonnenheit, den Abriss auszusetzen.“

Kritik kam vom SPD-Fraktionschef Daniel Meslien. „Frau Gröger, sie tun so, als wäre es etwas Schönes, ewig über die Schwimmhalle zu diskutieren.“ Bereits 2010 sei der Abrissbeschluss fast einstimmig gefasst worden. „Die Halle ist im Abrissstatus. Es wäre Unsinn, den Beschluss von vor fünf Jahren zurückzunehmen.“

Sebastian Ehlers, CDU-Fraktionsvorsitzender, mahnte Verlässlichkeit an. „Wir haben beschlossen, beide Schwimmhallen abzureißen und haben nur so Fördermittel für eine neue bekommen.“ Es gäbe keine Idee für eine kommunale Nutzung der Halle und kein ernsthaftes privates Angebot. „Nichts ist schlimmer als die nächste Bauruine.“ Außerdem höre man in der Stadt sehr viel Unterschiedliches zur Lankower Halle. „Ich habe Zweifel, ob die Mehrheit der Bürger den Erhalt der Halle will“, so Ehlers.

Gerd Böttger von der Linken gab zu, dass seine Fraktion den Wunsch gehabt habe, beide Schwimmhallen zu sanieren. „Manchmal gibt es eben Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Entscheidung ist gefallen. Jetzt sollte die Diskussion endlich beendet werden.“

Doch Anita Gröger ließ nicht locker. „Wir hätten schon lange mit den Bürger reden können, was mit der Halle passieren soll. Das ist nicht geschehen.“

Trotz des großen Engagements für den Erhalt der Lankower Schwimmhalle entschärfte Anita Gröger ihren Antrag. Am Ende war keine Rede mehr davon, dass die Oberbürgermeisterin alles für den Denkmalstatus tun solle. Und ein Bürgerbegehren wollte die ASK-Vertreterin auch nicht mehr. Sie wollte nur noch einen Abrissstopp bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtes. Dem stimmten außer Anita Gröger allerdings nur die Bündnisgrünen zu. Die ganz große Mehrheit der Stadtvertreter votierte gegen den Antrag und damit dafür, dass der Abriss der Lankower Schwimmhalle weiter geht.

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