zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 02:19 Uhr

Ausgesperrt : Arztpraxen fehlt Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerins Behindertenbeirat bietet Medizinern und Architekten Beratung an und vermittelt Betroffene an „zugängliche“ Doktoren

von
erstellt am 06.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Behinderte stehen oft vor unüberwindbaren Hindernissen – selbst in Arztpraxen. Auch in Schweriner Behandlungsräumen fehlt es an Rampen und Fahrstühlen. Die Bundesregierung hatte erst kürzlich auf eine Anfrage der Linken reagierend bekannt gegeben, dass fast 80 Prozent aller Praxen deutschlandweit nicht behindertengerecht sind. Das bestätigt auch der Schweriner Behindertenbeirat. Das Problem sei seit Längerem bekannt und lasse sich erst nach und nach lösen, hatte der scheidende Vorsitzende Manfred Rehmer noch kürzlich erklärt. „Wir beraten und helfen, wo wir können.“

Rollstuhlfahrer könnten aufgrund fehlender Hilfs-Angebote in den meisten Praxen nicht behandelt werden, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Sabine Zimmermann. „De facto ist für viele Menschen mit Beeinträchtigungen die gesetzlich verbriefte freie Arztwahl nicht gewährleistet“, erklärte Zimmermann weiter.

Jetzt will sich nach Agenturberichten auch die Bundesregierung für den Ausbau der Arztpraxen einsetzen. Das bietet der Schweriner Behindertenbeirat schon länger an. Für Beratungen bei neu entstehenden oder auszubauenden Praxen stehen die Ehrenamtlichen gern bereit. Auch für Betroffene, die einen Spezial-Arzt benötigen. Mehr als zwei Jahrzehnte machte sich Rehmer für ein barrierefreies Schwerin stark. Natürlich könne man die Stadt nicht auf einmal barrierefrei umbauen – Weitblick sei gefragt. Hilfe und kostenlose Beratung gibt es am Telefon: 0385-5452182.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen