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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 13:22 Uhr

Bundestagswahl 2017 : ARD-Prognose auch aus Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Infratest dimap befragt Wähler vor der Heinrich-Heine-Schule

von
erstellt am 13.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Die Wähler in der Schelfstadt spielen eine wichtige Rolle für einen gelingenden Wahlabend am 24. September. Dabei geht es hier nicht um das Ergebnis – diese Wahl steht natürlich jedem Bürger auch in dem Schweriner Stadtteil frei. Doch dank der Wähler, die in der Heinrich-Heine-Schule ihre Stimme abgeben, erfährt die Republik schon um 18 Uhr, wie die Hochrechnung der Ergebnisse der Wahlen zum Bundestag aussieht.

Dann schließen die Wahllokale und eine Beeinflussung der Wähler ist dann mit dem Wissen um die Tendenz nicht mehr möglich. Wie aber machen die Umfrageinstitute das, dass sie in der Regel relativ gute, oft bis zum endgültigen Wahlergebnis zutreffende Prognosen zum Ausgang der Wahl stellen können?

In der Schelfstadt und in weiteren zwölf Wahlbezirken in Mecklenburg-Vorpommern können es die Wähler erleben. Im Wahlbüro der Heinrich-Heine-Schule sitzt oder steht an einem gesonderten Platz in der Nähe des Ausgangs ein Korrespondent von Infratest dimap und befragt nach der Wahl die Wähler stichprobenartig, wie sie abgestimmt haben. Das Institut ist von der ARD mit der repräsentativen Wahlforschung zur Wahlberichterstattung für die Bundestagswahl beauftragt. Was selbstverständlich erscheint, ist dennoch wichtig zu wissen: Die Abfrage erfolgt anonym und ist freiwillig. Lediglich nach Alter und Geschlecht wird noch gefragt. Was die Korrespondenten in den deutschlandweit insgesamt 624 Wahlbezirken auf diese Weise an Wahlergebnissen in ihrem Bereich erfassen, melden sie stündlich in die Datenzentrale des ARD-Wahlstudio. Dort wird anhand aller Meldungen aus allen 624 Wahlbüros die Deutschlandtendenz errechnet, die um 18 Uhr als Erstmeldung über die Sender geht.

 

Anschließend wohnen die Wahlforscher der öffentlichen Auszählung der Stimmen im Wahlbüro bei, bekommen so aus erster Hand und auf dem schnellsten Weg das Endergebnis „ihres“ Wahlbezirks mit und senden dieses unverzüglich an das Fernsehstudio. Damit kann die ARD unmittelbar nach Auszählung des letzten Wahllokals das vorläufige, wenn auch noch inoffizielle Endergebnis bekannt geben.

Zusätzlich bitten die Korrespondenten einen Teil ihrer befragten Wähler, noch einen etwas längeren Fragebogen auszufüllen. Hier werden weitere, für die Wahlanalyse relevante Dinge erfragt. Und einmal, am Nachmittag, meldet der Korrespondent aus der Schelfstadt die Wahlbeteiligung ins Studio – für die deutschlandweite Prognose.

 

 

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