Schweriner Arbeitsmarkt : Arbeitsmarkt: Trend bleibt positiv

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Agentur-Chef Guntram Sydow geht von weiterem Rückgang der Erwerbslosenzahl aus / Fachkräftebedarf größte Herausforderung

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02. Januar 2018, 12:00 Uhr

Morgen wird Guntram Sydow bekanntgeben, wie viele Arbeitslose und wie viele offene Stellen es im Dezember gegeben hat. Doch für den Leiter der Schweriner Arbeitsagentur steht bereits fest: „Der Arbeitsmarkt in der Region hat sich 2017 sehr gut entwickelt.“ Und dieser Trend werde sich auch im neuen Jahr fortsetzen.

17 146 Frauen und Männer waren im vergangenen Jahr in Westmecklenburg im Monat durchschnittlich arbeitslos gemeldet, 2016 hatte die Zahl noch bei 18 809 gelegen. „Das entspricht einem Rückgang von 8,8 Prozent“, erklärt Sydow. Auch in der Landeshauptstadt selbst sei die Zahl der Erwerbslosen im Jahresvergleich zurückgegangen – um 6,4 Prozent von durchschnittlich 4768 auf 4461. Schwerin habe besonders viele Flüchtlinge aufgenommen, deshalb falle der Rückgang etwas geringer aus als in der Region insgesamt, so der Agentur-Chef.

Dennoch: Von der allgemeinen positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe auch die Landeshauptstadt profitiert, betont Sydow. So sei die Erwerbslosenquote in Schwerin im Juni vergangenen Jahres erstmals unter die Marke von neun Prozent gerutscht. „Außerdem ist es gelungen, von Januar bis November 277 Langzeitarbeitslose wieder in Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen“, berichtet der Agentur-Leiter. Auch 131 Flüchtlinge hätten in dieser Zeit einen Arbeitsplatz gefunden.

Tatsächlich gab es nach Angaben von Sydow in Schwerin im vergangenen Jahr auch bei den gemeldeten offenen Stellen einen Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber 2016 – von 1537 auf 1562. Gefragt seien Arbeitskräfte insbesondere im Bereich der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, auf dem Bau, in der Gastronomie und Gesundheits- und Sozialwesen.

„Die Sicherung des Fachkräftebedarfs bleibt die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre“, unterstreicht der Agentur-Chef. Dabei werde auch die Arbeitsagentur ihren Beitrag leisten und etwa Qualifizierungen weiter fördern. Trotz der angekündigtem Kürzungen im Schweriner Jobcenter (SVZ berichtete) stünden ausreichend Mittel zur Verfügung, versichert Sydow. Darüber hinaus seien die Unternehmen aufgerufen, in Ausbildung zu investieren.

Fazit: In Westmecklenburg gäbe es 2017 rund 2000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte mehr als 2016, sagt der Agentur-Leiter. „Bisher haben wir keine Hinweise darauf, dass sich dieser erfreuliche Trend im neuen Jahr umkehren wird.“

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