Warnung vor Giftködern : Anzeige gegen Hundehasser erstattet

Diese Warnung hängt seit Tagen an der Wiese am Marstall.
Diese Warnung hängt seit Tagen an der Wiese am Marstall.

Unbekannter warnt vor Giftködern und gespannten Angelsehnen auf den Marstallwiesen – Land geht Verdacht nach

svz.de von
05. Dezember 2013, 22:28 Uhr

Ist auf den Schweriner Marstallwiesen ein Hundehasser unterwegs? Ein Unbekannter warnt Hundehalter mit roten, selbstgedruckten Schildern vor vergifteten Ködern und gespannten Angelsehnen. „Ein Hund ist schon gestorben“, heißt es auf dem Schild. Während die Landeshauptstadt und die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS) den Verdacht für wenig glaubhaft halten, hat der zuständige Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) gestern Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

„Unsere Gärtner und Landschaftsbauer haben die Parkanlage bis hinein in die Schilfgürtel am Schweriner See abgesucht, aber nichts Konkretes gefunden“, sagte ein Sprecher des BBL. Entsprechende Giftköder seien auf so einem Gelände aber auch schwer auszumachen. Einen toten Hund oder eine tote Katze wurde den Verantwortlichen bislang nicht gemeldet.

Unterdessen sind in anderen Stadtteilen und Parkanlagen ähnliche Vorfälle mit vergifteten oder durch Angelsehnen verletzten Tieren nach Informationen unserer Zeitung aktuell nicht bekannt. „Wir würden ein solches Schild abnehmen“, sagt SDS-Chefin Ilka Wilczek. Es könne nicht jeder einfach eine solche Warnung aufhängen. Allerdings befinden sich die Marstallwiesen in der Zuständigkeit des Landes, das die roten Hinweise auch weiterhin hängen lassen will. „Sicher ist sicher“, so der Sprecher.

Mehrere Schilder kleben seit Wochenbeginn unter anderem auf der Tafel mit der Parkordnung für die Marstallwiesen. „Wir weisen alle Hundebesitzer nachdrücklich auf den Leinenzwang hin, auch um den eigenen Vierbeiner besser im Auge zu behalten“, so der Sprecher weiter. Sollten sich der Verdacht in den nächsten Tagen nicht bestätigen, würden die Schilder abgenommen werden. Auf Facebook hatte die Warnung „an alle Hundebesitzer“ bereits kontroverse Diskussionen ausgelöst.

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