Obotritenring : Anwohnerprotest statt Megastau

Der Verkehr rollt tagsüber an der Baustelle vorbei – ohne große Probleme. Die Polizei wird ab heute aber gebührenpflichtige Verwarnungen für Falschfahrer erteilen.
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Der Verkehr rollt tagsüber an der Baustelle vorbei – ohne große Probleme. Die Polizei wird ab heute aber gebührenpflichtige Verwarnungen für Falschfahrer erteilen.

Verkehr rollt auf dem Obotritenring trotz Bauarbeiten, doch Anwohner der Sandstraße wollen die Umleitung nicht

svz.de von
31. März 2014, 22:00 Uhr

Die Kreuzung Obotritenring, Wittenburger Straße ist seit Sonnabend das Nadelöhr für den Autoverkehr in der Stadt. Doch Ärger gibt es in der Sand- und der Voßstraße. Die Anwohner dort sind erbost über eine Umleitung, die die Stadt durch ihre Straßen empfiehlt. „Da ist eine Grundschule mit 300 Kindern, ein Spielplatz und außerdem sind das Wohnstraßen, die nicht für den Schwerlastverkehr geeignet sind“, sagt Astrid Kramer. „Die Reiferbahn wäre die bessere Alternative.“ 300 Unterschriften gegen den Verkehr in ihren Straßen haben die Anwohner bereits gesammelt.

Doch an der Verkehrsführung werden auch diese Unterschriftenlisten nichts ändern. „Wir haben keine andere Chance, den Verkehr zu leiten“, sagt Bernd-Rolf Smerdka, der Chef des Amtes für Verkehrsmanagement. „Außerdem: Es handelt sich um öffentliche Straßen, die die zusätzlichen Fahrzeuge auch aufnehmen können.“ Das müssten die Anwohner jetzt einige Wochen hinnehmen.

An der eigentlichen Baustelle läuft es dagegen laut Smerdka „erstaunlich ruhig“. „Die Schweriner verhalten sich offenbar sehr klug und umfahren den Bereich weiträumig.“ Nach eigenen Beobachtungen hat sich der Verkehr auf der Werderstraße und auf der Umgehungsstraße auch leicht erhöht. Allerdings fiel auch schon auf, dass einige Autofahrer durch die Weststadt irren. Das bestätigt auch der Chef-Verkehrsmanager. „Wir werden ein besonderes Augenmerk jetzt auf die Weststadt legen und prüfen, wie wir den Fahrzeugfluss dort verbessern können.“

Erste Veränderungen gibt es ab heute schon für die Fußgänger. Etliche hatten sich erregt, dass sie bis zu fünf Minuten auf Grün warten mussten, um den Obotritenring zu überqueren. „Das können wir verändern“, sagt Bernd-Rolf Smerdka.

Die Polizei hat unterdessen gestern Morgen schon einige Auffälligkeiten entdeckt. Sie beobachtete zwischen sechs und acht Uhr die neue Verkehrsführung im Kreuzungsbereich Obotritenring,Wittenburger Straße. Ergebnis: 27 Autofahrer fuhren falsch. Sie bogen vom Platz der OdF kommend verbotenerweise nach links in Richtung Neumühle ab. Für die ertappten Fahrer ging es glimpflich ab. Die Beamten suchten das klärende Gespräch. Doch ab heute macht die Polizei ernst. Die Kontrollen werden fortgesetzt, Verstöße werden jetzt geahndet.

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