Verkauf des neuen Apple-Telefons gestartet : Ansturm aufs iPhone – außer in Schwerin

In Schwerin das iPhone 5 ein Ladenhüter. Foto: Reinhard Klawitter
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In Schwerin das iPhone 5 ein Ladenhüter. Foto: Reinhard Klawitter

Wenn Apple ein neues iPhone auf den Markt bringt, gibt es lange Warteschlangen vor den Läden. In Schwerin dagegen herrschte Leere vor den Fachgeschäften. Bis in die Mittagsstunden wurde lediglich ein iPhone 5 verkauft.

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21. September 2012, 07:53 Uhr

Hamburg/London | Wenn Apple ein neues iPhone auf den Markt bringt, gibt es lange Warteschlangen vor den Läden. Unter anderem in Hamburg, wo mehrere hundert Menschen stundenlang im Freien ausharrten, um das neue iPhone 5 zu ergattern. Der Verkauf hatte gestern offiziell begonnen. Auch in anderen Städten drängten sich die Käufer. In Schwerin dagegen herrschte Leere vor den Fachgeschäften. Bis in die Mittagsstunden wurde lediglich ein iPhone 5 verkauft.

In der iPhone-Warteschleife

Apple-Fans nehmen so manche Strapaze in Kauf, um als erste das neueste Gerät des Kult herstellers in den Händen halten zu können. Hazem Sayed ist einer dieser Hartgesottenen. Er ist am Vorabend des Verkaufsstarts des iPhone 5 der erste in der Schlange vor Apples Vorzeigeladen an New Yorks Prachtmeile Fifth Avenue. "Wir haben die Schlange am Donnerstag begonnen", sagt er und meint damit Donnerstag vor einer Woche. "Ich bin müde", räumt er ein.

Nur ein verrückter Fan? Keinesweg. Sayed ist nicht allein. Viele andere Langzeitwarter haben es sich mit Klappstühlen und Decken bequem gemacht. Absperrgitter verhindern, dass sich einer dazwischenmischt.

Szenen eines Verkaufsstarts. Ob London, Berlin, Sydney, Tokio oder München - überall hieß es gestern Schlangestehen für das neue iPhone 5. Auch vor den zehn deutschen Apple Stores versammelten sich trotz kühler Temperaturen jeweils mehrere hundert Menschen. Zudem gab es das iPhone bei Mobilfunk-Anbietern und Elektro-Einzelhändlern zu kaufen.

Beispiel Hamburg: Vor dem Apple Store am Jungfernstieg, einer der größten Filialen in Deutschland, harrten hunderte iPhone-Fans stundenlang aus. Selbst aus Dänemark und Russland waren Interessierte angereist. Mit Beifall und Jubelrufen begrüßten die Apple-Mitarbeiter um 8 Uhr die ersten Kunden: Nicholas Fechtner und sein Cousin Anton Port hatten seit Dienstag vor dem Gebäude campiert. "Die Nächte waren echt kalt, aber nach 58 Stunden das Ding endlich in der Hand zu haben ist super", sagte Nicholas Fechtner. "Wir hatten Angst, dass wir zu spät sein könnten, deshalb sind wir schon am Mittwoch in Kopenhagen losgefahren", sagte Jacob Hojland. Obwohl der 22-Jährige und seine drei Arbeitskollegen sich extra ein Hotelzimmer in der Nähe gemietet hatten, verbrachten sie die letzten Stunden in der Kälte. Wie viele Wartende ließen sich die Dänen Pizza liefern und versuchten, in Wolldecken gehüllt und mit einem Vorrat an Energydrinks das Warten zu überbrücken.

Ein Absatzrekord ist Apple auf jeden Fall sicher: Dem Konzern wird zugetraut, schon im ersten Rutsch zehn Millionen der Geräte zu verkaufen. "Wir haben bis heute Mittag rund 300 000 verbindliche Bestellungen entgegen genommen", sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme. Das waren doppelt so viele wie beim Vorgängermodell.

Ein Wermutstropfen für den erfolgsverwöhnten Konzern ist die massive Nutzerkritik an seinem ersten eigenen Kartendienst, der in der neuen Version des Betriebssystems iOS 6 für iPhone und iPad die bisherigen Google-Karten ersetzt. Die Apple-Karten sind ärmer an Details und zum Teil fehlerhaft. Apple versprach Verbesserungen und bat die Kunden um Geduld - genau wie in der Warteschlange.

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