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Kartoffelernte bei Boldela : Annabelle frisch vom Acker

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lübesser Landwirte ernten jetzt jeden Tag zehn Tonnen Frühkartoffeln, die sofort in den Handel kommen

Die ersten Kartoffeln aus Mecklenburger Erde kommen jetzt auf die Tische: Die Lübesser Bauern roden jeden Tag auf einem Schlag bei Boldela einige Reihe der frühen Kartoffelsorten Ingrid und Annabelle. „Der Handel möchte von uns jeden Tag zehn Tonnen haben“, berichtet Steffen Schwedt von der Kartoffelhalle Sülte, wo die Direktkunden ebenfalls die Knollen frisch vom Feld bekommen.

Der Erntestart Mitte Juni ist nichts Ungewöhnliches. Im Süden Deutschlands haben die Landwirte bereits vor ein paar Wochen begonnen, die ersten Knollen zu ernten. „Die haben dank des milderen Klimas etwas bessere Bedingungen“, erläutert Schwedt. „Aber wir haben im vorigen Jahr genau zur selben Zeit mit dem Roden angefangen.“ Die Landwirte haben aber ein bisschen nachgeholfen, damit die Frühkartoffeln jetzt geerntet werden können. Die ersten Saatknollen legten die Lübesser Bauern Anfang März in die Erde. „Da musste Fließ drauf, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen“, berichtet Steffen Schwedt. Für ein rasches und gleichmäßiges Wachstum sorgt zudem das Beregnen der Kartoffelfelder. „Auf unseren leichten Böden geht es gar nicht anders“, fügt der Experte an.

Mit dem Knollenansatz bei Ingrid und Annabelle ist Steffen Schwedt zufrieden. Und die Größe stimmt, auch wenn die einzelnen Kartoffeln nun jeden Tag an Umfang und Gewicht zulegen. „Die Kunden wollen aber jetzt die ersten Frühkartoffeln aus der Region haben“, betont Schwedt. In den Handel kommen dabei nur Knollen, die zwischen 32 und 55 Millimeter groß sind. Bevor die Kartoffelkombine ihre erste Runde auf dem Schlag bei Boldela drehen durfte, hat Steffen Schwedt das überprüft. Und dass die Bauern an jedem Tag nur eine kleine Menge Kartoffeln vom Feld holen, hat noch einen weiteren guten Grund. „Die Frühkartoffeln sind lohschälig“, sagt der Fachmann. Frisch vom Acker müssen die Knollen nur leicht abgeputzt werden, das Schälen ist nicht nötig. Wenn die Kartoffeln einige Tagen liegen bleiben, bildet sich aber auch bei den frühen Sorten die Schale heraus. Ganz bewusst haben sich die Bauern auch für zwei frühe Sorten entscheiden, um den unterschiedlichen Geschmäckern gerecht zu werden: Ingrid ist vorwiegend festkochend, Annabelle ist eine festkochende Sorte.

Insgesamt bauen die Lübesser Landwirte in diesem diesem Jahr auf 106 Hektar Kartoffeln an, hinzu kommen 40 Hektar Zwiebeln. Die Ernte wird über die Sülter Kartoffelhalle, die zum Firmenverbund Agp Lübesse gehört, vermarktet.

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erstellt am 17.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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