Dreescher Werkstätten : Anlaufstelle im Zentrum schaffen

Wo Flugzeugteile für Flammaerotec bearbeitet werden: Geschäftsführer Stephan Hüppler (3.v.l.) und die Bereichsleiter Gerd Bockisch (r.) und Thomas Wolf führen Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow durch die Dreescher Werkstätten.
Wo Flugzeugteile für Flammaerotec bearbeitet werden: Geschäftsführer Stephan Hüppler (3.v.l.) und die Bereichsleiter Gerd Bockisch (r.) und Thomas Wolf führen Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow durch die Dreescher Werkstätten.

100 Tage im Amt: Neuer Geschäftsführer der Dreescher Werkstätten Stephan Hüppler will Öffentlichkeitsarbeit verstärken

svz.de von
11. Juli 2014, 16:00 Uhr

Vorsichtig streicht Karola Steinhagen den Lack über die Nietköpfe. Er soll vor Korrosion schützen. Hoch konzentriert sind die junge Frau und ihre Kollegen in diesem Raum in der Robert-Bunsen-Straße, schließlich geht es um Flugzeugteile für die Flammaerotec GmbH. „Wir sind sehr stolz, dass die Dreescher Werkstätten diesen Auftrag bekommen haben“, sagt Stephan Hüppler. Der Qualitätsanspruch sei hoch, und er werde erfüllt. „In einem Zertifikat des Luftfahrtbundesamtes werden uns Arbeiten von erster Güte bescheinigt“, betont Hüppler.

100 Tage ist der neue Chef der Dreescher Werkstätten jetzt im Amt. Er leitet ein Unternehmen von durchaus mittelständischem Format. 430 Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung sind in den Werkstätten beschäftigt. Dazu kommen rund 200 fest angestellte Mitarbeiter. „Damit sind wir einer der größten Arbeitgeber in Schwerin“, erklärt Hüppler.

So sind Beschäftigte der Dreescher Werkstätten auch in den Bereichen Verpackung und Montage tätig, stellen Kosmetik und Holzmöbel her, binden Bücher, waschen Wäsche. In Kooperation mit den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen kümmern sich Mitarbeiter aus den Dreescher Werkstätten um die Pflege der Schwimmenden Wiese. Zusätzlich zu den Werkstätten an insgesamt vier Standorten gibt es auch vier Wohnbereiche. Das Angebot der Dreescher Werkstätten umfasst außerdem ambulante Hilfen für Menschen mit Behinderung und ihre Familien.

Nach den kurzen Geschäftsführer-Wechseln in der jüngsten Vergangenheit will Hüppler bei den Dreescher Werkstätten wieder Kontinuität einkehren lassen, sich aber nicht auf dem Erreichten ausruhen. Interne Strukturen würden unter die Lupe genommen, die Qualität aller Dienstleistungen solle weiter verbessert werden, kündigt er an. Darüber hinaus setzt der neue Geschäftsführer auf eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit, denkt an eine Anlaufstelle der Dreescher Werkstätten in der Innenstadt. An Politik und Verwaltung in der Stadt appelliert Hüppler, auch angesichts knapper Kassen im Sozialbereich nicht auf dem Rücken der Betroffenen zu sparen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen in der Kommune möchte er neue Angebote entwickeln.

Junge Leute, die sich für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen interessieren, können bei den Dreescher Werkstätten übrigens ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Interessierte melden sich unter Telefon 0385-63541321.

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