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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 07:48 Uhr

Dicker Fisch : Angler zieht großen Hecht an Bord

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Christian Lonquich fängt im Schweriner Innensee einen 1,22 Meter langen und 25 Pfund schweren Raubfisch

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Einen 1,22 Meter großen und 25 Pfund schweren Hecht hat Christian Lonquich am Sonntag im Schweriner Innensee geangelt. „Das war mein bislang größter Fisch“, sagt der 45-Jährige sichtlich stolz.

Eigentlich wollte er mit seiner dreijährigen Tochter Kassandra und der Familie seiner Cousine Andrea Teichmann aus Leipzig von seinem Boot aus eine Segelregatta zwischen Görslow und Kaninchenwerder verfolgen. Es war schönes Wetter und weil er immer eine Angelausrüstung mit an Bord hat, warf er die Rute aus. Wennschon, dennschon, dachte er sich und zog einen großen Wobbler, einen künstlichen Köder für Raubfische, auf. Eine ganze Weile tat sich nichts. Dann aber, anderthalb Stunden später, es war gegen Mittag, zog es mächtig an der Angel. Christian Lonquich ahnte: Das muss was Größeres sein.

Und tatsächlich: Beim Einholen der Angel war schon zu sehen, dass es ein größerer Hecht sein müsse. „Ihn aber an Bord zu kriegen, war gar nicht so einfach“, erzählt der Schweriner. An die 20 Minuten habe er gebraucht, bis der Fisch im Boot war. Denn der Kescher, den der Hobbyangler an Borde hatte, erwies sich für diesen Fisch als zu klein. Lonquichs Cousine, die neben ihm saß, habe zuerst einen großen Schrecken bekommen, als sie den stattlichen Raubfisch zu Gesicht bekam. „Letztendlich aber habe ich ihr die Angel in die Hände gedrückt, damit ich mich voll und ganz damit beschäftigen konnte, den Fisch irgendwie doch in den Kescher zu kriegen.“ Der sträubte sich noch hartnäckig. Aber im Laufe der Zeit ließ sein Widerstand nach. Und endlich: Nach einer knappen halben Stunde war es geschafft, der Hecht im Boot. Die Angelkiste, in die Christian Lonquich die Fische ablegt, erwies sich als zu klein, der Hecht ragte vorne und hinten hinaus. Aber das war in dem Moment auch egal.

Mit dem Fang an Bord ging es gleich zur Bootsschuppen-anlage „Werderwiesen“. Hier hat auch Christian Lonquich, er ist Dachdecker von Beruf, seinen Bootsliegeplatz. Dort wurde sein Fang gleich bestaunt und Hilfe angeboten. „Ich angle zwar hin und wieder, aber so ein ganz großer Angelfreak bin ich nun nicht“, meint der 45-Jährige. Gleichwohl habe er natürlich den Angelschein und die Angelkarte, die ihn berechtigt, im Schweriner See zu angeln. Ein Bekannter holte noch in der Bootsschuppenanlage eine Fischwaage, denn so ein Fang muss gewogen und vermessen werden. Und auch ein Erinnerungsfoto musste geschossen werden, sonst glaube ihm womöglich keiner, dass er so ein großes Anglerglück hatte, meint der Schweriner scherzhaft.

Den Fisch habe er anschließend filetiert, portioniert und die meisten Stücke eingefroren. „Sie ergeben mehrere Mahlzeiten, vier bis fünf“, so schätzt er. Seine Frau allerdings möge keinen Fisch. Dafür aber seine Tochter, die ihn bei Ausflügen auf dem Wasser häufiger begleite. Und so haben sich die beiden noch am Sonntagabend eine erste Fischportion gegönnt. Es gab gebratenen Hecht satt mit Salat. „Die Kleine hat ordentlich mitgegessen“, staunt der Papa.

Den Hechtkopf will er präparieren lassen und später im Bootsschuppen anbringen. „Da gehört er hin“, sagt der Angler.

 

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