Missbrauchprozess Schwerin : Angeklagter gesteht Missbrauch in über 60 Fällen

Der 41-Jährige Angeklagte Peter B. versteckt im Verhandlungssaal des Landgerichts Schwerin sein Gesicht
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Der 41-Jährige Angeklagte Peter B. versteckt im Verhandlungssaal des Landgerichts Schwerin sein Gesicht

Ein Verein in einem sozialen Brennpunktviertel von Schwerin will sich um die Kinder und Jugendlichen dort kümmern. Nun gesteht ein Gründungsmitglied des Vereins in einem Prozess schreckliche Taten.

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05. Januar 2016, 13:15 Uhr

Zum Auftakt eines Prozesses wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in mehr als 60 Fällen hat der Angeklagte im Landgericht Schwerin ein Geständnis abgelegt. Sein Mandant räume alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ein, sagte der Verteidiger des 41-Jährigen am Dienstag unmittelbar nach Verlesung der Anklageschrift.

Dem Gründungsmitglied eines Kinder- und Jugendvereins im Schweriner Plattenbaugebiet Großer Dreesch wird 62-facher, teils schwerer Missbrauch vorgeworfen. In zehn Fällen soll der Mann seine Opfer vergewaltigt haben. Das jüngste Opfer war demnach erst sieben Jahre alt. Der Angeklagte soll das sich wehrende Kind in einem Wohnwagen, der in einer leerstehenden Kaufhalle des Plattenbauviertels abgestellt war, vergewaltigt haben.

Der Mann, der bei seinem Eintreten in den Gerichtssaal die Kapuze seiner Jacke tief ins Gesicht zog, war bis zu seiner Verhaftung im August 2015 Leiter einer Tanzgruppe in dem Verein „Power for Kids“. Die Proben und Auftritte soll er für den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt haben. Der Verteidiger des Angeklagten sagte, mit dem Geständnis wolle sein Mandant den Kindern eine Aussage vor Gericht ersparen.

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