OB-Wahl in Schwerin : Andrang im Briefwahllokal

So sieht der Stimmzettel für die Landtagswahl aus: Steffen Liebknecht von der städtischen Wahlbehörde hilft auch schon mal mit Informationen im Briefwahllokal im Stadthaus aus.
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So sieht der Stimmzettel für die Landtagswahl aus: Steffen Liebknecht von der städtischen Wahlbehörde hilft auch schon mal mit Informationen im Briefwahllokal im Stadthaus aus.

Bis gestern hatten schon mehr als 7000 Schweriner die vorzeitige Abstimmung für OB- und Landtagswahl beantragt

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23. August 2016, 16:00 Uhr

Wer im Briefwahllokal im Stadthaus bereits jetzt seine Stimme für die OB- und die Landtagswahl abgeben möchte, braucht Geduld. Der Andrang vor allem älterer Schweriner ist groß, lange Warteschlangen bilden sich öfter auf dem Flur im Erdgeschoss, Verwaltungschefin Angelika Gramkow hat gestern schon prüfen lassen, ob nicht zusätzliche Stühle aufgestellt werden können.

„Mehr als 7000 der 79 577 wahlberechtigten Schweriner haben bereits eine Briefwahl beantragt“, berichtet Steffen Liebknecht von der Wahlbehörde der Landeshauptstadt. Diese Zahl ist nicht verwunderlich, sondern bestätigt eher die Fakten der vergangenen Wahlen. Durchschnittlich jeder fünfte Schweriner macht seine Kreuze schon vor dem offiziellen Urnengang.

Bis zum Anfang vergangener Woche sollte jeder Schweriner ab 16 Jahren seine Wahlbenachrichtigungskarte im Briefkasten gehabt haben. Wer ebenfalls eine vorherige Briefwahl bevorzugt, kann die Unterlagen schriftlich oder mündlich – jedoch nicht telefonisch – bei der Wahlbehörde beantragen. Dabei sind Familienname, Vorname, Geburtsdatum und Wohnanschrift anzugeben. Ein Antragsformular befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung.

Der Wahlschein wird mit den Briefwahlunterlagen auf dem Postweg übersandt oder amtlich überbracht. Unterlagen zur Briefwahl können auch online bestellt werden – unter www.schwerin.de oder mit Smartphone und QR-Code, der sich auf der Wahlbenachrichtigung befindet.

Am einfachsten ist die Briefwahl, wenn man die Unterlagen persönlich im Briefwahlraum des Stadthauses, Raum E 089, beantragt und gleich dort an der Briefwahl teilnimmt. Man braucht dafür den Personalausweis, die Wahlbenachrichtigung muss nicht unbedingt vorgelegt werden. Gewählt werden kann dort zu den üblichen Öffnungszeiten des Stadthauses am Montag 8 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag 8 bis 18 Uhr und zusätzlich Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr. Am Tag vor der Wahl, 3. September, ist der Briefwahlraum im Stadthaus geschlossen.

Gewählt werden am Sonntag, 4. September, der künftige Oberbürgermeister bzw. die künftige Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt. Die Kommunalverfassung sieht dafür eine Direktwahl vor. Die Amtszeit wurde von der Stadtvertretung auf sieben Jahre festgelegt. Neun Kandidatinnen und Kandidaten sind zur Wahl zugelassen.

Erreicht keiner der Bewerber am 4. September die absolute Mehrheit, kommt es am 18. September zur Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit der höchsten Stimmzahl. Bei der Stichwahl entscheidet die einfache Mehrheit. Das Briefwahllokal zur Stichwahl ist vom 12. bis 16. September geöffnet. Die Wahlräume sind am Wahltag selbst jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Wahlbenachrichtigung enthält im Übrigen auch Informationen zur Barrierefreiheit des jeweiligen Wahlraums. Da 10 der 59 Wahlräume nicht ohne Hindernisse für jeden zu erreichen sind, können Betroffene einen Wahlschein beantragen und mit diesem in einem anderen Wahllokal wählen. Nähere Informationen gibt es auch an der Wahl-Hotline unter Telefon 5451744.

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